Der Mai hat begonnen und ich bin wieder im Plan. Ganz ausdrücklich empfehlen will ich an dieser Stelle den Roman Ein ganzes Leben (★★★★★) von Robert Seethaler. Ein sehr schön zu lesendes Buch, in dem man sich herrlich seufzend verlieren kann.
Das Netz der großen Fische (★★☆☆☆) von Andrea Camilleri war ehrlich gesagt eine ziemliche Qual für mich, die ich aber durchgehalten habe. Vielleicht versteht man dieses Buch aber auch nur als Italiener.
Mit dem Einzug in das neue Haus bestand erhöhter Bedarf nach Vorhängen und damit einhergehend die Notwendigkeit des Kürzens der selbigen. Wie praktisch, dass uns beim Umzug die längst vergessen geglaubte Nähmaschine (eine »alte« AEG 795) wieder in die Hände gefallen ist. Zeitgleich begann sich meine Frau daran zu erinnern, dass sie ja eigentlich Nähen kann. Nur dumm, dass ihr ohne Bedienungsanleitung nicht mehr einfiel, wie dieses Mysterium Nähmaschine eigentlich zu bedienen ist.
Nun ist AEG ja bekanntlich eigentlich insolvent, weshalb die Bedienungsanleitung im Internet für unglaubliche 10 EUR verhökert wird. Zum Glück gibt es dieses YouTube-Video, welches eine Anleitung in Form eines Handbuchs eigentlich überflüssig macht. Wenig später ist mir dann doch noch die Bedienungsanleitung in Papierform untergekommen. Aus den genannten Gründen habe ich mich dazu entschlossen, die Anleitung zu scannen und für alle anderen Suchenden hier zum Download anzubieten. Und hier gibt es auch noch eine Bedienungsanleitung für die AEG 795 in Videoform.
Und jetzt viel Spaß beim Nähen und gutes Gelingen!
Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr mindestens 12 Bücher zu lesen. Mit einem kurzen Blick auf den Kalender lässt sich feststellen, das ich mit 2 Büchern im Rückstand bin. Die beiden Bücher, die ich dieses Jahr jedoch bereits gelesen habe, kann ich beide ausdrücklich empfehlen.
Das geraubte Leben des Waisen Jun Do (★★★★★) von Adam Johnson gehört zu den beeindruckensten Büchern die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Das Buch entführt in die bizarre Welt des abgeschotteten Nordkorea und erlaubt Einblicke in eine Welt, die Außenstehenden normalerweise verborgen bleibt. Beim Lesen wechselt die eigene Stimmung immer wieder zwischen eiskalten Schaudern und bitterbösen Lachen. Ein Buch das man gelesen haben muss.
Das zweite Buch ist nicht weniger interessant. Mit dem Traffikant (★★★★★) ist Robert Seethaler wieder mal ein Buch gelungen, das man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Auch dieses Buch ist mehr als eine Leseempfehlung, es ist ein Lesebefehl.
Wir waren 2 Wochen in Holland den Niederlanden, genauer gesagt in Südholland, auf der Halbinsel Goeree-Overflakkee. Das war insgesamt ein rundum gelungener Urlaub. Wiederholungsgefahr ist durchaus gegeben.
Die Nordsee ist meiner Meinung nach ja weniger zum Baden geeignet, wie die Ostsee. Nichtsdestotrotz gibt es hier tolle, mit Muscheln nur so übersäte Badestrände. Aber selbst bei sonnigem Wetter pfeift der Wind hier sehr stark.
Auch für Aktivitäten abseits der Badestrände ist die Region bestens geeignet. Im nur wenige Kilometer entfernten Rotterdam lohnt sich neben der Hafenrundfahrt auch ein Besuch im wirklich sehr sehenswerten Zoo Blijdorp. Ich weiß, für 4 Personen kostet der Zoo inklusive Parkgebühr satte 100 Euro, Essen noch nicht eingerechnet. Es lohnt sich trotzdem. Wirklich.
Amsterdam ist nur knapp eine Stunde entfernt und lohnt sich nicht nur zum Shopping. Wie fast alle niederländischen Städte hat auch Amsterdam eine sehr sehenswerte Innenstadt. Mit einer Grachtenfahrt lernt man die Stadt noch einmal aus einer anderen Perspektive kennen. Davor oder danach sollte man auch mal durch den Koninklijk Paleis schlendern.
Andere sehenswerte Orte sind Delft, Renesse, Middelburg und vor allem Vlissingen. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte in Vlissingen einen Abstecher ins Piratenland machen.
Die wichtigste Erkenntnis dieses Urlaubs: Unsere Kinder lieben das holländische Brot.
In diesem Haushalt liebt ausnahmslos jedes Familienmitglied Pizza, weshalb ich einigermaßen viel Zeit darauf verwendet habe, ein einfaches und dennoch schmackhaftes Rezept zu finden, das immer gelingt.
Die im Rezept angegebene Menge reicht normalerweise für 2 große Bleche dünn ausgerollter Pizza. Wir teilen den Teig aber immer in 4 Teile und frieren 2 fertig gebackene Pizzaböden ein, die wir – wenn es mal schnell gehen muss – einfach nur noch belegen müssen und somit in 10 Minuten ein fertiges Essen haben.
Zutaten
Zutaten für den Teig
500 g Weizenmehl
15 g Salz
3 g Hefe
100 ml warmes Wasser
200 ml kaltes Wasser
Eine Prise Zucker
1 EL Olivenöl
Zutaten für die Sauce
250 ml passierte Tomaten
Salz
Pfeffer
Oregano
Frischer Basilikum (falls vorhanden)
1 EL Olivenöl
Zubereitung
Das Mehl und das Salz in einer Schüssel vermischen.
Die Hefe mit der Prise Zucker in 100 ml warmem Wasser auflösen.
Anschließend 200 ml kaltes Wasser dazugeben und gut verrühren.
Die Hefe-Wassermischung in die Schüssel geben und alles mindestens 10 Minuten per Hand zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Zum Abschluss einen Esslöffel Olivenöl über den Teig geben und in den Teig einarbeiten.
Den Teig in der Schüssel mit einem nassen Küchentuch bedecken und bei Raumtemperatur mindestens 12, idealerweise 24 Stunden ruhen lassen.
Am nächsten Tag den Ofen einschalten und bei Ober-/Unterhitze auf maximaler Temperatur gut vorheizen.
Für die Sauce die passierten Tomaten zusammen mit Olivenöl, Oregano sowie Pfeffer und Salz in einem kleinen Topf kurz aufkochen und abschmecken.
Den Teig in 4 gleich große Hälften teilen. Jede Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz dünn ausrollen.
Den ausgerollten Boden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen (alternativ das Blech einfach mit Mehl bestäuben).
Den Teig gleichmäßig – nicht zu dick – mit der Tomatensauce bestreichen.
Den Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze runterdrehen und den Boden auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten backen.
Danach die Pizza herausnehmen, nach Wunsch belegen (bei uns meist Salami oder Tomate-Mozzarella mit Basilikum) und auf der untersten Schiene weitere 5–7 Minuten fertig backen.
Hefe-Reste werden bei uns übrigens in der Regel zu Rosinenschnecken verarbeitet.
Kaiserschmarrn ist einfach zu lecker zum Fotografieren. Dafür lässt er sich allerdings in wenigen Minuten zubereiten.
Zutaten
125g Weizenmehl
4 Eier
125 ml Milch
50g Zucker
1 Packung Vanillezucker
1 Prise Salz
2 EL Butter
Puderzucker
100g Rum-Rosinen
Butterschmalz zum Ausbacken
Zubereitung
Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee verarbeiten.
In einer Schüssel Eigelb, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren.
Milch und Mehl unter den Teig rühren.
Anschließend den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.
Das Butterschmalz in der Pfanne bei mittlerer Hitze zerlaufen lassen.
Den Teig in die Pfanne geben und für 3-4 Minuten vorsichtig anbacken lassen. Dabei dann die Rum-Rosinen locker auf dem Teig verteilen,
Wenn der Kaiserschmarrn angebacken, leicht angebacken ist, den Schmarrn mit einem Pfannenwender in vier Teile zerteilen. In die Schneidekanten großzügig Puderzucker verteilen und anschließend Stück für Stück wenden. Dabei vor dem erneuten Hineinlegen in die Pfanne jeweils etwas Butterschmalz in die Pfanne geben.
Alles zerrupfen und ausführlich mit Puderzucker bestäuben.
Dazu gibt es bei uns meistens Apfelmus oder frische Beeren mit Vanillesauce.
In spätestens 20 Jahren gibt es fliegende Autos. Soweit jedenfalls meine ganz persönliche Vision für das Jahr 2017. Denn Luc Besson hat 1997 in seinem Sci-Fi-Spektakel Das fünfte Element auf beeindruckende Weise gezeigt, wie eine solche Welt aussehen kann.
Trotz enormer Fortschritte in der jüngsten Vergangenheit sind wir im Jahr 2014 von fliegenden Autos noch immer Lichtjahre entfernt. Und ehrlich gesagt ist es vermutlich auch besser so. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, das fliegende Autos nicht das Allheilmittel für die Probleme des Indidivdualverkehrs sind, für die ich sie damals gehalten habe. Von der viel besagten Freiheit über den Wolken ist der überreglementierte Luftverkehr im Jahr 2014 weiter entfernt denn je. Ein ebenfalls in die Luft verlagerter Individualverkehr wäre vermutlich sogar der Sargnagel der Luftfahrt. Das ernüchternde Fazit: Zu mehr als einer Hollywood-Phantasie taugen fliegende Autos einfach nicht.
In den letzten Wochen habe ich viel zu viele Diskussionen über den Sinn und Unsinn von selbstfahrenden Autos geführt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich fast ausschließlich von Menschen umgeben bin, die selbstfahrenden Autos gegenüber sehr skeptisch eingestellt sind. Für meine Mitmenschen geht mit dem steigenden Automatismus der sie befördernden Kraftfahrzeuge nämlich die Freude am Fahren verloren. Für mich hingegen steht uns allen der größte Fahrspaß noch bevor.
Ich habe eine Vision und in ihr kommen erstaunlicherweise keine fliegenden Autos vor. Im Grunde noch nicht einmal Autos und Autobahnen, wie wir sie heute kennen. Denn bis auf die vier Räder, auf denen sich meine intelligenten Beförderungskapseln zumindest zeitweise fortbewegen, gibt es kaum Parallelen zu den stinkenden und engen Blechdosen, wie wir sie heute kennen.
Meine intelligenten Blechdosen der Zukunft fahren mit Strom. Und sie fahren von allein, das heißt im Zweifelsfall auch komplett ohne einen menschlichen Insassen. Sie lassen sich vom Fahrzeughalter quasi fernsteuern. Wobei fernsteuern auch nicht das richtige Wort ist. Im Grunde geht es dabei lediglich um die Erfassung von Zielen und Ankunftszeiten. Alles andere erledigt die intelligente Blechdose von allein. Bei so viel Intelligenz werden natürlich weder Lenkrad noch Bremse benötigt. Der freigewordene Platz kann genutzt werden, um Menschen endlich wirklich bequem, ausgeruht und gut unterhalten zu befördern.
Mit diesen intelligenten Gefährten wäre es beispielsweise denkbar, dass die Beförderungskapsel, die dich morgens noch im Büro abgesetzt hat, danach automatisch wieder nach Hause fährt, um die Schwiegermutter zum Arzt zu bringen. Und im Mittag holt sie vollkommen eigenständig die Kinder von der Schule, während die Mutter zu Hause das Mittagessen zubereitet.
Bei Fahrten, die über den Nahbereich hinaus gehen, klinken sich die Beförderungskapseln eigenständig in eine Trasse ein, in der mehrere Beförderungskapseln zu einer Art Magnetschwebebahn verkuppelt auf die Reise geschickt werden. Durch die Verkuppelung mehrerer Kapseln werden zum einen deutlich höhere Reisegeschwindigkeiten erreicht und zum anderen wird der individuelle Akku einer jeden Beförderungskapsel während der Fahrt geladen. Am Ziel angekommen, werden die Kapseln automatisch wieder entkoppelt und der Bordcomputer übernimmt automatisch wieder die Kontrolle bis zum Erreichen des endgültigen Reiseziels.
Eine vollkommen neue Art zu Reisen und endlich auch Freude am Fahren.