
“Bäume im Herbst” ist ein ziemlich guter #Fotovorschlag, um mal wieder meine Lieblingsbaumgruppe zu zeigen, an der ich leider nur auf einer ziemlich erweiterten Spaziergangsrunde vorbeikomme.

“Bäume im Herbst” ist ein ziemlich guter #Fotovorschlag, um mal wieder meine Lieblingsbaumgruppe zu zeigen, an der ich leider nur auf einer ziemlich erweiterten Spaziergangsrunde vorbeikomme.

Helden der Wahrscheinlichkeit1 ist eine rabenschwarze dänische Action-Komödie über ein paar Außenseiter, die alle auf ihre eigene Art einen Schlag weg haben und gemeinsam auf einen blutigen Rachefeldzug gegen eine Rockerbande ziehen.
Dabei wechselt der Film rasend schnell zwischen Trauer und philosophischen Fragen über Verlust und Zufall, unbändiger Härte, kompletter Ablehnung der eigenen Verletzlichkeit und schließlich blinder Rache. Garniert wird das Ganze mit bitterbösen Dialogen und jeder Menge Situationskomik. Ehrlicherweise wusste ich oft nicht, an welchen Stellen Lachen angebracht ist und an welchen nicht. Genau diese merkwürdige Unklarheit und einige der im Film geäußerten Sichtweisen haben mich am Ende dann doch noch eine Weile beschäftigt, um nicht zu sagen genudged, auch mal wieder die eigene Perspektive zu hinterfragen.
Fazit: Kann man wirklich gut schauen und sich dabei bestens unterhalten fühlen. Und man muss da auch wirklich kein Drama draus machen, wie ich es gerade mache ;)
Schon lange keinen mehr so unpassend ins Deutsche übersetzten Filmtitel gesehen. Im Original heißt der Film “Riders of Justice”, was nicht nur näher am Plot ist, sondern auch darauf verzichtet vermeintliche Helden zu benennen, die es in diesem Film gar nicht gibt. ↑
Nach so vielen Stunden im Auto und Tagen ohne relevante Höhenmeter unter den Sohlen musste ich dringend wieder in die Berge. Das Wetter versprach einen guten Tag, also habe ich die vor Kurzem abgebrochene Tour zum Taubenstein (1.692m) nachgeholt. Diesmal war allein unterwegs, der 15-Jährige wollte wohl mal wieder im eigenen Bett ausschlafen.
Anders als gewohnt habe ich ebenfalls ausgeschlafen und war erst deutlich nach 10 Uhr an der Talstation der Taubensteinbergbahn angekommen. Wenig verwunderlich begegneten mir da schon die ersten, die bereits wieder beim Abstieg waren.
Nach dem ersten schweißtreibenden Aufstieg, habe ich mich rechts gehalten und bin in Richtung der kleinen Kapelle gegangen. Von dort ging es dann auf sichtlich wenig begangenen Pfaden durch ein kleines Waldstück.



Am Ende des Waldes zeigte sich zum ersten Mal der Taubenstein. Bis zum Gipfel lag allerdings noch ein ziemlich steiler Anstieg in der inzwischen kräftigen Mittagssonne vor mir.


Zum Gipfel selbst war noch eine kurze, eher harmlose Klettereinlage (mit Seilsicherung) nötig. Oben wartete dafür ein fantastischer Blick.


Auf dem Taubensteingipfel hatte ich dann die fixe Idee, ganz spontan auch noch die Aiplspitz (1.759m) mitzunehmen, obwohl sie ursprünglich gar nicht auf meiner geplanten Route lag. Ich wusste, dass der Weg dorthin etwas ausgesetzter war und in meiner App konnte ich auch sehen, das der Weg ab dem Tanzeck (1.702m) als T4 markiert. Aber ich habe mich gut gefühlt, also stand der Plan.
Also ging es wieder runter vom Taubenstein, an der Taubensteinbahn vorbei in Richtung Rauhkopf (1.689m).



Vom Rauhkopf aus konnte ich die Aiplspitz schon sehen. Auch wenn es langsam immer bewölkter wurde, das DAV-Bergwetter hatte, wenn überhaupt, nur einen kurzen Schauer und auf keinen Fall Gewitter vorhergesagt. Also ging es weiter, wieder bergauf in Richtung Tanzeck über herrliche Bergwiesen.
Vom Rauhkopf konnte ich die Aiplspitz bereits sehen. Inzwischen zogen zwar immer mehr Wolken auf, laut DAV-Bergwetter war aber höchstens mit einem kurzen Schauer, keinesfalls aber mit Gewitter zu rechnen. Also ging es weiter über herrliche Bergwiesen hinauf Richtung Tanzeck.


Beim Zurückschauen über den Rauhkopf öffnete sich ein wundervoller Blick auf die Rotwand, die auch schon eine Weile auf meiner Liste schlummert.

Direkt am Tanzeck wartete dann auch die erste Drahtseilsicherung zur Querung einer sehr ausgesetzten Stelle. Ich musste an dieser Stelle kurz überlegen ob und wenn ja wie ich weitergehe und war wirklich sprachlos, wie leichtfüßig andere über solche Stellen gehen können, trotz Absturzgefahr auch ganz ohne Seil. Aber wenn man diese ersten Hürden überwunden hat, wird es danach zum Glück nicht mehr schlimmer.


Kurz vor dem Aiplspitz-Gipfel fielen die ersten Tropfen. Auf dem Grat kamen mir dann Wanderer entgegen, die für meinen Geschmack etwas zu aufgeregt von einem bald schon drohenden Gewitter gesprochen haben. Das hat mich dann auch für einen kurzen Moment verunsichert, aber nach einem Blick auf das Wolkenradar war klar, das es gleich aufklaren müsste. Außerdem hatte ich ohnehin bereits 98% des Weges hinter mir und wenn es anfängt zu regnen, musste ich den Kamm so oder so im Regen wieder zurück.
Den Gipfel mitzunehmen, war dann auch die richtige Entscheidung. Es hat nicht geregnet und die Wolken haben sich 15 Minuten später, wie vom DWD prognostiziert, verzogen und die Sonne kam raus.


Der Weg zurück hat mich dann auf einem nicht eingezeichneten Weg zur Schönfeldhütte geführt. Dort bin ich letztes Jahr im Herbst schon mal vorbeigekommen und wäre wahnsinnig gern eingekehrt, wollte aber das Risiko nicht eingehen im Dunkeln absteigen zu müssen.

Aber heute hatte ich Zeit und vor allem Hunger. Also habe ich mir Rote Beete- und Spinatknödel gegönnt. Oh Boy, war das lecker. Ohne Übertreibung, das beste was ich bisher auf einer Hütte gegessen habe.

So gut gestärkt und mit dem Spitzingsee in Blick konnte es dann an den finalen Abstieg gehen.

Am Ende standen etwas mehr als 11 Kilometer und 906 Höhenmeter auf der Uhr. Mit Pausen war ich gut 5 Stunden unterwegs. Würde ich jederzeit wieder machen und kann ich genauso empfehlen.
Tourdaten werden geladen …
Nach 11 Stunden im Auto hatte ich keine Energie mehr, den gestrigen Rückreisetag zu dokumentieren, was ich hiermit kurz nachhole.
Die Woche an der Ostsee war ereignisreich aber eben vorbei und deshalb ging es gegen 8 Uhr los. Auf der Rückfahrt hat uns das Navigationssystem zu meiner Überraschung mitten durch Berlin gelotst, sogar mit einem Ladestopp am Alexanderplatz. Das war eigentlich sehr willkommen, weil wir mal zumindest 2 Highlights und pünktlich zur Mittagszeit eine Currywurst mitnehmen konnten.


Heute war das Wetter gleich noch viel schietiger als gestern, was vollkommen unverfrorenes Ausschlafen ganz ohne irgendein schlechtes Gewissen erlaubt hat.
Endlich konnte ich die ganzen Magazine auslesen, die ich genau für so einen Tag eingepackt hatte. Als es am späten Nachmittag dann doch noch aufgeklart hat, sind wir noch mal an den Strand, frische Luft schnappen.



Nebenbei habe ich auch noch ein paar Brocken Bernstein gefunden (die beiden helleren könnten auch Kieselsteine sein, kann ich aber gerade nicht sinnvoll testen).

Heute war durch und durch Schietwetter angesagt, dem wir im Ozeaneum in Stralsund entkommen wollten. Wenig überraschend, waren wir nicht die Einzigen mit diesem grandiosen Plan. Um der sich durch den Regen schlängelnden Warteschlange zu entgehen, haben wir spontan Online-Tickets gekauft und die Zeit bis zum Eintrittszeitfenster mit einer Portion Fish & Chips und einem etwas feuchten Spaziergang durch den Hafen verbracht.


Ich bin ja ausgesprochener Fan von Meeresaquarien, aber das war mir heute in Stralsund ehrlicherweise zu voll und vor 10 Jahren fand ich das irgendwie auch beeindruckender. Vielleicht lag es aber auch nur daran, das ich mittlerweile andere Maßstäbe gesehen habe.



Die Jugend wollte ins DDR-Museum, vermutlich ist die Simson-Liebe noch nicht ganz abgeklungen. Also ging es in den östlichsten Zipfel der Republik. Auf dem Weg dorthin wurde mir dann das eigentliche Ziel präsentiert, der „Polen-Markt“ bei Swinemünde.
Im DDR-Museum hatte ich dann einige Flashbacks aus längst vergangenen Zeiten, die zum Glück hinter uns liegen. Aber dennoch faszinierend mit eigenen Augen beispielsweise den Fön oder das Badespielzeug aus der Kindheit zu sehen.








Vom Polen-Markt habe ich nicht viel erwartet, aber immerhin ein gutes Schaschlik vom Holzkohlegrill bekommen. Hauptsache die Jugendlichen hatten Spaß, wie vereinbart ausschließlich von ihrem eigenen Geld.
Heute zur Abwechslung mal ausgeschlafen und später, nachdem es endlich aufgeklart ist, auf der Suche nach Bernstein ein paar Stunden den Strand auf- und abgegangen. Ein paar Bröckchen vom Ostseegold und jede Menge Donnerkeile gefunden. Und den Teufelsstein erkundet.

Die Wettervorhersage sprach heute nicht für den Strand. Also ging es ab ins Museum, das Historisch-Technische Museum in Peenemünde genauer gesagt.
Das Museum stand eigentlich schon vor 10 Jahren auf dem Programm, als wir das letzte Mal in der Ecke waren. Aber die Kinder waren damals noch zu klein als das man so einen Besuch auch nur ansatzweise sinnvoll hätte nutzen können.
In Peenemünde kann man die Geschichte der gleichnamigen Heeresversuchsanstalt nachvollziehen, die an hier zusammen mit der Erprobungsstelle der Luftwaffe im zweiten Weltkrieg Raketen und andere Flugkörper entwickelt haben. Das ist also insbesondere die Geschichte vom Aggregat 4, das im Volksmund auch Vergeltungswaffe 2 (V2) genannt und von Wernher von Braun.
Kein leichtes Thema, auch weil natürlich die tödlichen Folgen der Waffen und auch Produktion in Mittelbau-Dora thematisiert werden. Interessierte können hier locker 3-4 Stunden in sämtliche Details abtauchen.
Auch das Kohlekraftwerk, das vor allem für die energieintensive Produktion von flüssigem Sauerstoff verwendet wurde, den die V2 mit einem Ethanol-Wasser-Gemisch als Treibstoff verbrannt hat, kann man besichtigen. Alles sehr beeindruckend.
Alles hier ist super spannend aufbereitet. Man lernt wirklich sehr viele Details, die zumindest ich schon längst wieder vergessen hatte.







Bevor es zurückging, wollten die jungen Herren noch das in Peenemünde ausgestellte U-Boot U-461 von innen sehen. Nachdem es gerade zu regnen angefangen hat, sind wir also schnell unter Deck gegangen und haben uns durch die engen Gänge gequält.
Für den vergleichbaren Eintritt wird hier deutlich weniger geboten. Es gibt fast keine Erklärungen und Einordnungen des Gesehenem. Im Museumsshop kann man aber bei einem netten Schnack noch ein paar Infos abstauben.
Immerhin habe ich jetzt mein erstes U-Boot von innen gesehen und dann auch noch gleich dem größten jemals gebauten konventionellen Unterwasser-Raketenkreuzer. Kann man mitnehmen, wenn man schon hier ist.



Wir wollten eigentlich noch das Raketenschiff Hans Beimler anschauen, aber dafür hat dann leider die Zeit gefehlt.

Heute nichts gemacht außer rumgelegen, gelesen, ab und an geschlummert oder mit den Füßen im Wasser gestanden. Ich bin jetzt sehr erschöpft.

Blumen für Algernon aus dem Jahr 1966 schlummerte schon eine ganze Weile auf meiner Leseliste. Der Roman erzählt von Charlie Gordon, einem geistig beeinträchtigten Mann, der sich im Rahmen eines Forschungsprojekts einer Operation unterzieht, die seine Intelligenz innerhalb kürzester Zeit enorm steigert.
Die Geschichte klingt spannend und entfaltet am Anfang auch einen gewissen Sog, der vor allem entsteht, weil der Roman über sogenannte Fortschrittsberichte erzählt wird, die Charlie selbst schreibt. Am Anfang sehr unbeholfen, vor Fehlern strotzend, und später immer eloquenter. Das funktioniert erstaunlich gut, auch wenn mir die späteren stellenweise zu gewollt komplex rüberkommen.
Die Rückblenden des dann super-intelligenten Charlie in sein früheres Leben und das Leid das ihm andere Menschen angetan haben, waren mir ehrlicherweise zu Schablonenhaft, genauso wie eigentlich alle anderen Akteure im Buch.
Der Roman wurde damals mit Preisen überhäuft und später auch einige Male verfilmt. Für mich kein klassischer Pageturner und bei den vielen Ebenen und moralischen Zeigefingern würde ich mich nicht wundern wenn das Buch in einigen Lehrplänen steht.

6 Bundesländer, 11,5 Stunden Fahrt, endlich angekommen. Endlich Urlaub!