Resident Evil

Filmposter zu Resident Evil mit dunkler Haustür, herausragenden blutigen Gliedmaßen und großem rotem Titeltext.

Auf der Flucht vor der Geburtstagsfeier der 19-Jährigen waren wir vietnamesisch essen. Selbst mit viel Mühe konnten wir das nicht länger als bis kurz vor 22 Uhr zelebrieren. Ohne weiteres Alternativprogramm wären wir viel zu früh zu Hause aufgeschlagen, und hätten der Party der Heranwachsenden im eigenen Wohnzimmer beiwohnen müssen.

Mein Vorschlag war noch etwas Zeit im Kino totzuschlagen. Zur Auswahl standen lediglich noch 4 Filme, keiner davon hat mich vom Titel her auch nur ansatzweise angesprochen. Also habe ich die Auswahl der Frau überlassen, die Lust auf Horror hatte und sehr selbstbewusst Resident Evil ausgewählt hat.

Und oh Boy, das war eine verdammt gute Wahl.

Wer jemals einen Survival-Horror-Shooter wie The Last of Us gespielt hat, wird diesen Film lieben. Die Anspielungen auf typische Situationen aus Zombie-Apokalypse-Spielen ziehen sich durch den gesamten Film. Ich habe mich im Kinosessel regelmäßig vor Lachen gekrümmt.

Die ganze Geschichte folgt der Logik eines Videospiels. Ein Level nach dem anderen, immer neue Gegner, immer bessere Waffen und immer zu wenig Munition. Kaum hat man ein Problem gelöst, wartet hinter der nächsten Tür schon das nächste. Die Situation eskaliert zunehmend, aber Umkehren ist keine Option. Schließlich hat man eine Mission.

Das Beste daran ist das der Held kein durchtrainierter Supersoldat, sondern ein völlig überforderter Typ, der genauso wenig versteht, was hier eigentlich vor sich geht, wie der Zuschauer. Er flucht, improvisiert, trifft fragwürdige Entscheidungen und kämpft sich irgendwie durch. Im Grunde schaut man jemandem bei seinem ersten Durchlauf eines ziemlich durchgeknallten Survival-Horror-Spiels zu. Nur dass man selbst diesmal nicht den Controller in der Hand hält.

Loved it! Würde ich jederzeit noch einmal schauen. Sogar die Frau fand ihn super, so ganz anders wie die anderen Horror-Streifen die sie sonst so gern geschaut hat, auch wenn sie die ganzen Anspielungen auf Videospiele nicht verstanden hat. Ist ihr aber gar nicht aufgefallen und hat auch ohne dieses Verständnis sehr gut funktioniert.

Nebelgeknipse

Die hartnäckige Erkältung der letzten zwei Wochen verliert jetzt deutlich spürbar den Kampf gegen das Abwehrsystem meines Körpers. Müdigkeit und Lethargie werden zunehmend von dem Wunsch verdrängt, sich von der Couch zu erheben und nach draußen zu gehen.

Als ich dann endlich aufgebrochen bin, war der echte morgendliche Nebel zwar schon längst verzogen, aber die verbliebenen Spätaufsteher-Fetzen waren trotzdem eine gute Gelegenheit, mein neues Setup mal auszuprobieren.

Schwarzweißfoto einer nebligen Pferdeweide mit Bäumen, Zaunpfosten und Pferden im Hintergrund.

Verblühte Sonnenblume vor einem violett blühenden Feld im Nebel

Schwarzweißfoto eines Feldwegs im Nebel, im Vordergrund eine Holzbank unter überhängenden Baumästen und dichtem Gebüsch.

Herbstliche Pflanzen mit orangefarbenen Blättern in einem Hochbeet vor Gewächshausfenstern, daneben mehrere rostige Mistgabeln und ein grünes Gartensieb

Schwarzweißfoto eines großen Baums am Feldrand mit Holzbank darunter, dahinter neblige Felder und ein Weg.

Reife und vertrocknete Brombeeren an einem Strauch mit grünen Blättern im unscharfen Hintergrund

Schwarzweißfoto eines verwitterten Holzzauns entlang einer nebligen Wiese, mit unscharfen Zaunpfosten im Hintergrund

Orange gestreifte Kürbisse auf einem Feldstand vor nebliger Landschaft mit Kasse-Schild im Hintergrund

Schmaler Schotterweg zwischen Wiesen und Zaunpfosten im leichten Nebel, rechts ein Sackgassenschild am Straßenrand

Wäscheleine mit Kinderkleidung über einem herbstlichen Schotterweg unter großen Bäumen mit dichtem Laub

Old Henry

Filmplakat zu „Old Henry“ mit bärtigem Mann in Hut und dunklem Mantel vor weiß-rotem Hintergrund

Ich bin heute über Old Henry gestolpert und nachdem ich zuletzt einen kleinen Faible für Western entwickelt habe, konnte ich um diesen Streifen einfach keinen Bogen machen und das hat sich wahrlich gelohnt.

Old Henry ist alles in allem ziemlich unaufgeregt und nimmt sich viel Zeit, die Geschichte um den wortkargen Farmer Henry aufzubauen, der mit seinem Sohn ein ruhiges und abgeschiedenes Leben führt. Bis eines Tages ein verletzter Fremder auftaucht und mit ihm eine Vergangenheit zurückkehrt, die besser begraben geblieben wäre.

Überraschend unbekannt und überraschend gut. Ein echter Geheimtipp.

Gänsehautmomente

Die vermutlich anstrengendsten 3 Wochen seit Jahren liegen hinter mir und ich merke wie mein Körper nach einer Pause lechzt und gegen eine vermeintlich anrauschende Erkältung kämpft. Mehr als essen, schlafen und auf der Couch rumgammeln geht gerade echt nicht.

Und während ich da so vor mich hin vegetiere, stolpere ich über das Kraftklub Konzert vom Southside in der Arte Mediathek und plötzlich blitzt und vibriert alles. Für 90 Minuten ist da nur noch pure Energie und ganz viel Gänsehaut. Die beste Live-Band Deutschlands liefert zuverlässig ab.

30 Jahre

30 Jahre sind eine ziemlich lange Zeit, da braucht man nicht drumherum reden. Aus der Perspektive eines 20-Jährigen, ist schwer vorstellbar, wie das Leben mit 50 sein wird. Umgedreht, also in der Rückschau, ist es etwas leichter, weil man diese 30 Jahre ja selbst erlebt hat, auch wenn man sich nur noch an Bruchstücke erinnert.

Letztes Wochenende gab es eine Chance, in der alten Heimat, mal wieder ein paar Bruchstücke mit der Hilfe von einigen anderen Menschen, zu einem etwas größeren Bruchstück zusammenzusetzen. Anlass dafür war das Ende der Realschulzeit, vor eben jenen 30 Jahren.

Zu diesem besonderen Anlass hatten wir sogar die Möglichkeit, unsere Schule nochmal zu besichtigen. Um aus dem Schulbesuch ein ganzheitliches Erlebnis zu machen, habe ich beschlossen nochmal meinen alten Schulweg abzugehen. Irgendwie hat diese Ecke von Gotha keine so gute Entwicklung genommen. Alles war noch etwas mehr heruntergekommen, wie ich es in Erinnerung hatte. Etwas erstaunt war ich, dass das Lotto-Stübchen, in dem ich mit 16 meine ersten Silvester-Einkäufe erledigt habe, quasi nur eine Garage war.

Schmale Straße in Gotha mit alten Wohnhäusern, Gehweg, Grünfläche und einem weißen Transporter unter blauem Himmel

Vernageltes Hoftor neben einer grauen Hausfassade mit beschädigten Fenstern, Graffiti und überwuchertem Randstreifen unter blauem Himmel

Ehemaliges Lotto-Stübchen an einer grauen Hausecke mit Metalltor, blauem Gitterfenster und Bild-der-Frau- sowie Lotto-Toto-Schildern.

Fahrrad vor einem Hauseingang mit bröckelnder Fassade und Schaufenster; im Hintergrund Straße und Müllfahrzeug.

Backsteinfassade eines alten Gebäudes mit zugemauerten Fenstern, Hauseingängen, Satellitenschüsseln und gepflastertem Hof bei Sonnenschein

Die Schule selbst, hat sich in den 30 Jahren gar nicht so stark verändert. Nach den ersten nostalgischen Gefühlen, war ich ehrlicherweise erschrocken, und unter welchen Umständen Lernen im Jahr 2026 stattfinden muss.

Innenhof einer Schule mit beigefarbenen Gebäudefassaden, vielen Fenstern, Eingangstreppe und leerer Asphaltfläche.

Alter Rippenheizkörper vor einer Wand aus Glasbausteinen und schmalen Oberlichtfenstern in einem Schulgebäude

Geöffnetes Klassenzimmerfenster mit Blick auf Schulgebäude, Fensterbank mit Pflanzen und Heizkörper davor

Wand in einem Klassenraum mit Street-Art-Bildern und Sprüchen, darunter Regale mit beschrifteten Materialboxen und ein Tisch mit aufgeschlagenen Mappen

Alter Overheadprojektor auf einem Schultisch, daneben Hefte und Stifte in einem Klassenraum.

Klassenzimmer mit Reihen aus grünen Tischen und braunen Stühlen, grüner Tafel, Flipchart und großen Fenstern mit Blick ins Grüne

Treppenhaus mit Glasbausteinwand, braun gestrichenen Wänden, schwarzem Geländer und Steinfußboden

Der Abend ist dann in der nahegelegenen Kneipe ausgeklungen, in der wir uns auch früher schon die Beine in den Bauch gestanden haben. Nur das es diesmal Tische mit Tischdecken und Sitzplätze gab. Das hat sich irgendwie falsch angefühlt, war aber scheinbar dem Anlass angemessen. Ein paar ehemalige Lehrer sind dann auch dort eingetrudelt und haben zur Vervollständigung der Eingangs erwähnten Bruchstücke beigetragen.

Dank meiner Kunstlehrerin konnte ich jetzt auch wieder zusammen puzzeln, warum ich in meiner Kunstprüfung mit einer lebenden Maus konfrontiert wurde: Ihrer Erzählung nach, bin ich wohl nicht pünktlich zur mündlichen Prüfung erschienen und sie haben mich Zuhause angerufen und mir gesagt, das ich schleunigst auftauchen soll. Am gleichen Tag hat wohl ein Schüler eine weiße Maus mit in die Schule gebracht, die dann eingefangen wurde und mir, quasi als kleiner Streich in meiner Prüfung mit der Aufgabe “gestalte diese Maus künstlerisch” präsentiert wurde. Ich muss wohl ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut haben, aber wir haben uns dann alle damals und auch heute wieder köstlich über diese Geschichte amüsiert.

Danach hat mir meine Kunstlehrerin ein Bild überreicht, das ich in der 9. Klasse gemalt habe und das sie wohl seitdem aufgehoben hat und nun wieder in meinen Besitz übergeben wollte. Das war der Moment wo ich ein paar Tränchen in den Augen hatte.

Zuckertüte mit Glückwunschkarte, Tastatur und Schülerzeichnung auf einem Tisch; darunter ein Blatt zum 30. Klassentreffen am 26. September 2026

Nur eine Frau

Rotes Filmplakat zu „Nur eine Frau“ mit Nahaufnahme einer jungen Frau, Darstellernamen oben und dem Hinweis „Nach einer wahren Geschichte“.

Mir war vorher klar dass Nur eine Frau kein leichter Film sein wird. Wie auch, wenn eine junge Frau und Mutter sterben muss, weil sie die vermeintliche Ehre ihrer Familie verletzt hat, nur weil sie ein freies und selbstbestimmtes Leben leben wollte.

Fast Charlie

Filmplakat zu Fast Charlie mit Pierce Brosnan, der mit Sonnenbrille neben einem Auto vor einer hellblauen Landschaft steht.

Die letzten 2 Wochen waren so anstrengend, das ich nichts gelesen, gehört oder gesehen habe. Gestern Abend war mir dann nach einem Film, den man auch ohne eingeschaltetes Gehirn anschauen kann. Das war zumindest meine Erwartung, als meine Wahl auf Fast Charlie gefallen ist und die wurde auch genauso erfüllt.

Die Geschichte selbst ist einigermaßen überschaubar: Auftragskiller, Mafia, Rache, ein paar Tote und natürlich Dinge, die nicht so laufen wie geplant. Der Plot ist überraschend unüberaschend. Aber der Film versucht auch gar nicht mehr oder besonders komplex zu sein.

Unlocking Obsidian

Hände bearbeiten einen schwarzen Obsidianstein mit einem rotierenden Schleifwerkzeug.
Foto: Steven Qian, Unsplash

Ich habe schon viele über Obsidian in den unterschiedlichsten Kontexten schwärmen hören und dennoch bisher nie das Verlangen verspürt, mir dieses Stück Software auch nur mal anzuschauen. Es erschien mir bisher immer viel zu komplex, für meine eigentlich banalen Anforderungen.

Die letzten Tage habe ich nun sehr viel Zeit damit verbracht, Obsidian zu verstehen und kratze vermutlich noch immer nur an der Oberfläche. Auslöser war die Idee, Obsidian als Markdown-Editor mit einem Git-basierten Vault zum Schreiben und Publishen von Artikeln für dieses Blog zu verwenden. Das funktioniert bereits ganz hervorragend und ersetzt bereits den bisher selbst gepflegten Blog-Admin vollständig.

Darüber hinaus habe ich weitere für mich spannende Anwendungsszenarien entdeckt, die ich aktuell, Stück für Stück umsetze:

  • iCloud-Vault als volltextsuchfähiger Speicher für den Papierkram, der eine bisher gepflegte iCloud-Ordnerstruktur ersetzt, in dem die Dokumente (noch) liegen. Vorteil ist die integrierte Suche und das man direkt bei den gescannten Dokumenten auch zusätzliche Informationen ablegen kann. Das Konzept steht und funktioniert grundsätzlich, muss aber noch beweisen das es auch mit einigen hundert Dokumenten und als mit meiner Frau geteilter Vault funktioniert.
  • Noch nicht begonnen:
    • Private Notizen aus Apple Notes migrieren.
    • Rezepte aus Mela übernehmen.

Heimschläfer

Von Zeit zu Zeit, gönnen wir uns ein paar Tage in einem guten Hotel und genießen die Zeit, in der man einfach mal nichts müssen muss. Dieses Mal waren wir in Reit im Winkl, was eine gute Chance war, mal die Klausenbach-Klamm zu erkunden.

Schmaler Waldpfad unter einer überhängenden Felswand mit dichtem grünem Laubwald.

Steiniger Bachlauf im dichten grünen Wald mit moosbewachsenen Felsen und umgestürzten Baumstämmen

Bemalter Stein mit der Aufschrift „Papa, ich habe dich von der Klammwand hierher geschubst“ und rotem Herz auf moosigem Felsen neben einem Wasserfall

Wasserfall in einer bewaldeten Felsklamm mit moosbewachsenen Steinen, Holzgeländern und flachem Bachbett.

Metallsteg mit Holzgeländer entlang eines Wasserfalls in einer bewaldeten, moosbewachsenen Felsklamm.

Ich wäre ja gern noch etwas mehr gewandert, aber der Fokus lag ausdrücklich auf dem Nichtstun. Und Wandern zählt, wie die bessere Hälfte mahnend anmerkte, offenbar nicht dazu. Auch wenn ich weiterhin behaupten würde, dass Umherlaufen in der Natur für mich eine ziemlich überzeugende Form des Nichtstuns ist.

Also haben wir ich mich zusammengerissen und entspannt. Das Hotel machte es einem auch nicht besonders schwer … perfekter Spa-Bereich, extrem gute Küche, schöne Lage, freundliches Personal. Eigentlich alles bestens.

Gut Steinbach im alpinen Stil mit Holzbalkonen und Sonnenterrasse, davor Kiesfläche, Felsen und eine gebogene Holzskulptur bei blauem Himmel.

Alpine Holzfassade vom Gut Steinbach mit Blumenkästen und Balkonen vor blauem Himmel.

Blick vom Bett durch ein Fenster im Spa-Bereich vom Gut Steinbach mit sichtbaren Füßen auf Wiesen, Häuser und bewaldete Hügel bei bewölktem Himmel.

Gemütlicher Tisch in einer holzvertäfelten Hotelstube mit roten Polsterbänken, Holzstühlen, gedeckten Gläsern und Blick durch Fenster ins Grüne im Gut Steinbach

Garten vom Gut Steinbach mit Apfelbaum, runden Steintischen, Bank und Holzliege vor alpinen Gebäuden bei Sonnenschein

Nur über die Betten oder vielleicht auch meinen Schlafspleen müssen wir dringend reden. Ich konnte ja noch nie besonders gut in fremden Betten schlafen. Und ich habe das Gefühl, je älter ich werde, desto schlimmer wird es.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich auf jeden Fall immer eine Schlafbrille und Ohropax1 dabei. Und wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, meistens auch mein eigenes Kissen. Dieses Mal hatte ich zum ersten Mal das Bedürfnis, zukünftig auch meine Decke und meine Matratze mitzunehmen.

Ich weiß nicht, was andere Menschen so brauchen, um am nächsten Morgen erholt aufzuwachen, oder ob ich einfach nur komplett versaut bin. Vielleicht fahre ich besser einfach nicht mehr weg. Oder wenn, dann nur noch mit einem Camper, mit meinem eigenen Bett auf dem Hotelparkplatz, wie so ein Heimschläfer.

Fußnoten

  1. Ohropax verwende ich auch Zuhause grundsätzlich, aber das ist eine andere Geschichte. ↑

Moonlight

Filmplakat zu Moonlight mit dreigeteiltem Porträt eines schwarzen Mannes in türkis-violettem Licht und leuchtendem Filmtitel am unteren Rand

Ich bin heute zufällig über Moonlight gestolpert und habe meine Frau überzeugt, das wir den gemeinsam schauen. Der Film stand schon eine Weile auf meiner Watchlist. Genau genommen pflege ich gar keine solche Liste, sondern hab mir das Filmcover eingeprägt, als mal irgendwer den Film als besonders sehenswert erwähnt hat.

Während wir ihn schauen, beschleicht mich allerdings immer wieder das unterschwellige Gefühl, ihn schon einmal gesehen zu haben. Ganz subtil, nie deutlich genug, um mir wirklich sicher zu sein. Also schauen wir weiter. Meine Frau ist ziemlich begeistert, ich finde ihn ebenfalls ganz gut, während mein Kopf nebenbei die ganze Zeit versucht herauszufinden, warum mir so vieles daran bekannt vorkommt.

Jetzt tippe ich diese Zeilen und bin mir mittlerweile ziemlich sicher, das derjenige der diesen Film als sehenswert empfohlen hat, ich selbst war. Nur habe ich ganz offensichtlich vergessen es aufzuschreiben. Und genau das hole ich hiermit nach.

Christian hat in seinen Filmkritiken immer ein Warum sehenswert?, das ich sehr schätze und ab sofort auch übernehme (auch wenn ich es wohl etwas knapper halten werde).

Bäume im Herbst

Baumgruppe mit herbstlich gefärbtem Laub neben einem Feldweg in weiter Wiesenlandschaft unter grauem Himmel

“Bäume im Herbst” ist ein ziemlich guter #Fotovorschlag, um mal wieder meine Lieblingsbaumgruppe zu zeigen, an der ich leider nur auf einer ziemlich erweiterten Spaziergangsrunde vorbeikomme.

Helden der Wahrscheinlichkeit

Filmplakat zu „Helden der Wahrscheinlichkeit“ mit fünf Figuren vor hellem Hintergrund, rotem Titeltext und Zitaten; ein Mann hält eine Waffe.

Helden der Wahrscheinlichkeit1 ist eine rabenschwarze dänische Action-Komödie über ein paar Außenseiter, die alle auf ihre eigene Art einen Schlag weg haben und gemeinsam auf einen blutigen Rachefeldzug gegen eine Rockerbande ziehen.

Dabei wechselt der Film rasend schnell zwischen Trauer und philosophischen Fragen über Verlust und Zufall, unbändiger Härte, kompletter Ablehnung der eigenen Verletzlichkeit und schließlich blinder Rache. Garniert wird das Ganze mit bitterbösen Dialogen und jeder Menge Situationskomik. Ehrlicherweise wusste ich oft nicht, an welchen Stellen Lachen angebracht ist und an welchen nicht. Genau diese merkwürdige Unklarheit und einige der im Film geäußerten Sichtweisen haben mich am Ende dann doch noch eine Weile beschäftigt, um nicht zu sagen genudged, auch mal wieder die eigene Perspektive zu hinterfragen.

Fazit: Kann man wirklich gut schauen und sich dabei bestens unterhalten fühlen. Und man muss da auch wirklich kein Drama draus machen, wie ich es gerade mache ;)

Fußnoten

  1. Schon lange keinen mehr so unpassend ins Deutsche übersetzten Filmtitel gesehen. Im Original heißt der Film “Riders of Justice”, was nicht nur näher am Plot ist, sondern auch darauf verzichtet vermeintliche Helden zu benennen, die es in diesem Film gar nicht gibt. ↑