Recycled Words

Berufliches Reisen ist ein ständiger Lernprozess

Ein Smartphone zeigt eine Kartenansicht mit einer Flugverbindung von München nach Chicago. Die Details des Fluges, einschließlich Abflug- und Ankunftszeiten sowie Gateinformationen, sind auf dem Bildschirm sichtbar.

Noch vor einigen Jahren war berufliches Reisen für mich Alltag. Es verging kaum eine Woche, in der ich nicht im Zug, Flugzeug oder Auto irgendwohin unterwegs war. Ein Home-Office hatte ich zu der Zeit nicht. Wozu auch? Mehr als meine Reisekostenabrechnung konnte ich sowieso nicht Zuhause erledigen

Dieses permanente unterwegs sein, hat mitunter zu extremen Auswüchsen geführt. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft daran, wie ich eines Morgens sehr aufgeregt mein Auto in einer Hotelgarage gesucht habe. Irgendwann habe ich realisiert, dass ich ja gar nicht mit dem Auto angereist bin. Das war zuerst erleichternd dann aber auch besorgniserregend. Daran das ich mich regelmäßig nicht an die Stadt erinnern konnte, in der ich morgens aufgewacht bin, hatte ich mich schon gewöhnt. Dass ich nicht mehr wusste, wie ich überhaupt hier hergekommen bin, war eine neue Qualität und am Ende auch ein maßgeblicher Grund den Stecker zu ziehen.

Mein Reisepensum hat sich mittlerweile deutlich entspannt und ich freue mich jetzt auch wieder darüber, etwas anderes als den immer gleichen Schreibtisch zu sehen. Mehr als eine Handvoll beruflicher Reisen fallen über das Jahr verteilt aber kaum noch an. Meistens geht es nach Sofia (Bangaranga) und im Mai einmal in die USA, zur DocuWorld US, die dieses Mal in Chicago stattfindet.

Und dieses Mal habe ich meinen Aufenthalt tatsächlich um einen Tag verlängert um auch mal etwas von der Stadt sehen zu können, zu der man so lange unterwegs. Der Lernprozess geht also weiter.

Was genau man in Chicago unbedingt angeschaut haben sollte, weiß ich tatsächlich noch gar nicht. Wenn jemand Tipps hat, gerne her damit.

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