
Standardhalt seit vielen vielen Jahren, Zur Wegscheide. Hier kann man nichts falsch machen. Bratwurst Nummer 4 für mich. Und Nummer 5 hab ich für den 13-Jährigen einpacken lassen.

Standardhalt seit vielen vielen Jahren, Zur Wegscheide. Hier kann man nichts falsch machen. Bratwurst Nummer 4 für mich. Und Nummer 5 hab ich für den 13-Jährigen einpacken lassen.
Dieses Jahr war also tatsächlich das 30 29-jährige Klassentreffen. Da ich mir den Brückentag freigenommen habe, konnte ich ein paar mehr Tage in meiner Heimatstadt Gotha verbringen, über die Jan Böhmermann kürzlich gesagt hat, dass sie obszön schön sei.
Hier also ein paar Fotos von der menschenleeren Stadt am Sonntagmorgen, vom Schloss Friedenstein, dem herzoglichen Museum, dem Schlosspark, der Wasserkunst, dem historischen Rathaus und ein paar Perspektiven vom Marktplatz und den umgebenen Gasen. Wahrlich obszön schön.

















Ich bin ein paar Tage in der alten Heimat und es stand ehrlich gesagt schon länger auf dem Plan, mal wieder etwas über den Rennsteig und durch den Thüringer Wald zu schlendern. Ich kann mich nicht mehr an den letzten Ausflug erinnern, aber ich habe in der Ecke auf jeden Fall etliche Wandertage und Familienausflüge verbracht.
Heute war es also so weit. In aller Frühe bin ich zum Inselsberg aufgebrochen und war erst einmal geschockt: Der gesamte Parkplatz war brechend voll mit Autos. Die Polizei hat den Verkehr geregelt, sonst wäre vermutlich nichts mehr gegangen. Wie sich herausgestellt hat, war heute Rennsteig-Staffellauf. Zum Glück konnte ich noch einen Parkplatz ergattern und dann auch in meine geplante Tour starten.
Zu Beginn ging es auf den Inselsberg rauf. Während meines Aufstiegs sind mir permanent Läufer und Radfahrer entgegengekommen, weshalb ich bei der erstbesten Gelegenheit auf einen seitlichen Waldweg ausgewichen bin.





Oben angekommen, bin ich rechterhand wieder abgestiegen und damit auch dem Staffellauf aus dem Weg gegangen. Von dort ging es dann in Richtung Tabarz. Ziel war der berühmte Felsen aus dem allerersten Farbfilm der DEFA, Das kalte Herz aus dem Jahr 1950.


Beim Felsen sollte laut Karte eigentlich eine Brücke über den kleinen Bach sein. Es gab nur diese Bäume und Felsen über die ich dann balanciert bin, um auf der anderen Seite meinen Weg fortzusetzen.


Trockenen Fußes auf der anderen Seite angekommen, gab es nur dummerweise kein Weg. Ich bin mal wieder meiner Schwäche zum Opfer gefallen, das Touren einen perfekten Rundkurs ergeben müssen und das man auf keinen Fall einen Weg wieder zurückgehen darf. Bei der Planung am Computer ist das auch meist alles kein Problem. Die Realität schaut halt dann manchmal anders aus. Ich habe mich jedenfalls mühsam den steilen Hang raufgequält, in der Hoffnung das es dort oben, auf der Roten Platte, schon einen Weg geben wird. Da war aber nur knöcheltiefes Totholz, durch das ich mich mühsam gekämpft habe.



Auf diesem Plateau habe ich jedenfalls vor Augen geführt bekommen, wie es um den Thüringer Wald bestellt ist: Kurz, nicht so gut. Der Borkenkäfer hat 87% der Fichten zerstört. Die Wiederaufforstung mit anderen Baumarten ist in vollem Gange, aber die kahlen Stellen stimmen schon nachdenklich. Dafür gedeiht der rote Fingerhut in dieser kargen Mondlandschaft scheinbar besonders gut.

Irgendwann hatte ich dann wieder einen echten Weg unter den Wanderschuhen und konnte meinen Weg zum Hufeisenstein und dem Backofenloch fortsetzen.


Von dort ging es über die Dreiherrenwand, an der ich einen kurzen Plausch mit ein paar Kletteren hatte, weiter in Richtung des Aschenbergstein. Eigentlich sollte irgendwo auf dem Weg ein T2-Pfad links hoch führen, ich habe ihn aber beim besten Willen nicht gefunden. Mein Bedarf nach Querfeldeinabenteuern war für heute auch schon gedeckt, weshalb ich einfach weiter dem Weg gefolgt bin.


Vom Aschenbergstein hatte man einen wunderschönen Blick auf den Inselsberg. Hier bin ich auch auf die Ziege „Liesschen“ getroffen, die sich hier scheinbar pudelwohl fühlt.



Weiter ging es zur Bärenbruchwand und dem zum roten Turm. Schöne Felsformation mit Ausblick auf den Thüringer Wald.


Den eigentlich geplanten Abstieg über den Findling und die Angstwand habe ich nicht gefunden. Ich bin über die Felsen und das Totholz geklettert aber als auch nach 50 Metern kein Weg zu sehen war, bin ich die sichere Route gegangen und habe meine Wanderung spontan um 2 Kilometer verlängert. Aber so habe ich wenigstens von der Limonadenquelle probieren können und auch die Lore im Wald entdeckt.



Dann ging es erst bergab und anschließend wieder bergauf in Richtung Ausgangspunkt. Endlich am mittlerweile menschenleeren Parkplatz angekommen, habe ich mir meine Thüringer Rostbratwurst zwei und drei gegönnt.


Mit 12,7 Kilometern und 676 Höhenmetern eine schöne und gut machbare Runde. Dadurch dass es eigentlich immer durch den Wald ging, waren die sommerlichen Temperaturen auch kein Problem. Mal was anderes als die Alpen.

Erste Thüringer. Seit Jahren eine Bastion, der Rennsteiggrill in Laucha.
Kurzer Abstecher nach Eschwege (Hallo Papa), das übrigens nichts mit Enschede zu tun hat. Sehr sehenswertes kleines Städtchen mit jeder Menge Fachwerkhäusern. Die Bilder stammen vom Spaziergang an der Werra und am Werratalsee. In der Innenstadt war ich so sehr ins Gespräch vertieft, das ich glatt vergessen habe die pittoresken Häusschen zu fotografieren. Aber ich war ja nicht zum letzten Mal hier.





Vakuum (2/5) hat am Anfang gutes Sci‑Fi-Potenzial einer packenden Space-Odysee, aber dann mittendrin sehr langatmig, durch flache Charaktere und eine aufgeblähte, in weiten Teilen wenig spannende Geschichte.

Feiertagsnachmittagsspaziergang über den sogenannten Liebesbaum von Pliening, der streng genommen aus 2 Bäumen besteht die ineinander gewachsen sind. Naja, vielleicht passt Liebesbaum dann ja doch.

Ich bin gerade über meinen Blogartikel vom September 2016 gestolpert. Damals schwadronierte ich, dass der Menschheit wohl noch locker 15 entspannte Jahre bleiben, bevor eine Superintelligenz das Ruder übernimmt und wir alle zu Befehlsempfängern einer digitalen Übermacht werden. Acht Jahre später ist vielleicht noch kein Grund zur Panik, aber definitiv Zeit für einen kurzen Zwischenstand.
Seit meinem damaligen Beitrag hat sich das Thema KI vom nerdigen Randphänomen zum gesellschaftlichen Dauerbrenner entwickelt. Was früher von Nerds und Wissenschaftlern diskutiert wurde, ist heute Alltag von Millionen Menschen.
Modelle wie GPT, Claude und Gemini durchdringen inzwischen immer mehr Lebens- und Arbeitsbereiche. Ganze Berufsbilder wackeln, Schüler machen ihre Hausaufgaben mit ChatGPT und anstatt zu googlen, befrage ich mittlerweile standardmäßig zuerst den Chatassistenten meines Vertrauens.
Die Entwicklung wird immer rasanter. Was gestern noch visionär klang, ist heute schon Realität oder zumindest kurz davor. Das Paper AI-2027.com beschreibt eine Zukunft, in der künstliche Intelligenz ab 2027 sich selbst weiterentwickeln, als Superforscher durchstarten und uns in Strategie, Wissenschaft und Governance überholen. Das Ding ist nur, das viele dieser Entwicklungen schon längst keine Zukunftsmusik mehr sind. Wenn KI-Agenten schon heute gesellschaftliche Normen aushandeln, physikalische Probleme lösen und über freien Willen diskutiert wird, dann ist 2027 vielleicht nicht mehr Utopie sondern quasi Deadline.
Tech-Größen wie Sam Altman und Jensen Huang sprechen ganz offen davon, dass wir dank KI auf eine neue industrielle Revolution zusteuern. Altman nennt es eine „sanfte Singularität“, also kein Knall, sondern ein schleichender Kontrollverlust. Subtil, aber unumkehrbar.
In the most important ways, the 2030s may not be wildly different. People will still love their families, express their creativity, play games, and swim in lakes. But in still-very-important-ways, the 2030s are likely going to be wildly different from any time that has come before. We do not know how far beyond human-level intelligence we can go, but we are about to find out.
Sam Altmann (OpenAI)
Und Jensen meint, dass wir durch die KI in unserer Hosentasche quasi alle Superkräfte haben werden.
We’re going to become superhumans, not because we have superpowers. We’re going to become superhumans because we have super AI’s.
Jensen Huang (NVIDIA)
Ob es nun schon 2027 oder eher 2030 so weit ist, wie eine Studie der Stanford University schon 2016 prognostizierte, spielt am Ende keine Rolle mehr. AI wird die Welt und die Menschheit verändern.
So ziemlich jede als „zivil“ gestartete Technologie hat irgendwann auch einen militärischen Einsatz gefunden. Und wenn wir ehrlich sind, waren es oft gerade militärische Budgets, die technologische Sprünge überhaupt erst ermöglicht haben. In München werkelt das Startup Helsing mit beeindruckendem Erfolg an KI-gesteuerten Drohnensystemen. Mit einer Bewertung von 12 Milliarden Euro, mittlerweile das wertvollste deutsche Startup. Und das ist kein Einzelfall. Weltweit wird gerade investiert, entwickelt und aufgerüstet.
Vor unseren Augen entsteht ein globales KI-Wettrennen. Und wie bei jedem Wettrüsten ist es nicht ausgeschlossen, dass wir dabei Systeme bauen, die wir irgendwann nicht mehr kontrollieren können. Ob es zu Terminator-Szenarien kommt? Ich halte das ehrlich gesagt nicht für ausgeschlossen. Wer ständig nach dem nächsten Level sucht, wird irgendwann, ob beabsichtigt oder nicht, auch diese Schwelle überschreiten. Hoffentlich hat dann noch jemand den Finger am Panikknopf.
Und trotzdem glaube ich an eine positive Zukunft. Eine, in der wir unterstützt durch KI, in vielen Bereichen klüger, schneller und verlässlicher agieren. Nicht übermenschlich, aber effizienter. Und das reicht schon, um viele Karten neu zu mischen. Also KI als Werkzeug, als Denkverstärker, als Sidekick. Kein Overlord und kein Endgegner. Eine neue Form von Intelligenz, die uns ergänzt, wie einst Maschinen die körperliche Arbeit erleichtert haben. KI nimmt uns monotone Denkaufgaben ab und schafft Raum für echte Wertschöpfung.
Für mich ist KI heute schon mein wichtigstes digitales Werkzeug. Sie hat Google ersetzt. Sie hilft mir, in einem Bruchteil der Zeit Antworten auf komplexe Fragen zu finden und effizienter zu arbeiten. Dank KI kann ich coden, besser schreiben, schneller recherchieren und umfangreicher denken. Und ehrlich gesagt, ich kann und will mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen.
KI ist keine ferne Zukunft mehr. Sie ist Gegenwart, und sie wächst exponentiell. Aus diesem Grund ermutige ich auch meine Kinder neugierig mit den verschiedenen Systemen zu experimentieren. Und weil ich’s jetzt schwarz auf weiß habe: Ich hätte 2016 wirklich stärker in AI investieren sollen. Und vielleicht kann mir AI zukünftig helfen solche Entscheidungen mit mehr Weitblick zu treffen.
Okay, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind vielleicht das Gleiche … und ich existiere in einem Blockuniversum. Ich bin eigentlich zu müde für Quantenphysik, aber zu fasziniert zum Wegklicken.

The Greatest Beer Run Ever (1/5) will witzig und bewegend zugleich sein, scheitert aber an beidem. Die Story hätte Potential, wird jedoch klischeehaft und super flach erzählt. Trotz der wahren Begebenheit bleibt kaum etwas hängen, und wenn überhaupt dann nur Fragen. Hauptsächlich: Was soll das?

Während unseres Nordseeurlaubs 2015 in Ouddorp waren wir mit den damals noch kleinen Kindern quasi dauerhaft am Strand Sandburgen bauen und Muscheln sammeln. Dabei ist auch dieses Foto einer Möwe im Wind über einer Düne entstanden.

Die Tage ist mir eine Fertigbackmischung für ein Bauernbrot in die Hände gefallen, die als Not-Vorrat ein bisher eher trauriges Dasein im Schrank hatte. Da das Mindesthaltbarkeitsdatum in Kürze erreicht sein wird, habe ich das Experiment gewagt, mal ein Brot im Airfryer zuzubereiten.
Mittlerweile backe ich nicht mehr so häufig Brot, und wenn dann auch meistens Weißbrot das hier bei uns einfach am besten weggeht. Ich würde jetzt nicht sagen das der Airfryer das Brotbacken revolutioniert, aber man spart schon Zeit und natürlich auch Energie.

Und obwohl ich vergessen habe das Brot einzuschneiden, wurde es ehrlich gesagt richtig gut. Sogar die Kruste konnte sich sehen lassen, auch wenn sie nicht ganz mit der aus dem Backofen mithalten kann. Ich habe es mal hochgerechnet: Das Brot dürfte insgesamt knapp einen Euro gekostet haben. Dafür war es wirklich gut und kommt bestimmt öfter in die Schublade.