Ungläubige leben länger

Atheisten leben länger. Punkt. Gewagte These? Nicht wirklich. Denn immerhin haben Wissenschaftler festgestellt, dass Menschen mit einem höheren Intelligenzquotienten überdurchschnittlich häufig Agnostiker oder Atheisten sind. Und da intelligentere Menschen auch eine höhere Lebenserwartung haben (wollen zumindest die Damen und Herren Wissenschaftler herausgefunden haben), ergibt sich eine bizarre Logikschleife.

Aktenzeichen Wikipedia ungelöst

Die Wikipedia hat ja bekanntlich ein Problem. Dieses Problem ist der Grund dafür das sich die beiden Lager der Inkludisten und Exkludisten heftige Scharmützel liefern ohne sich auch nur ansatzweise einer Lösung zu nähern. Ich behaupte von mir selbst Außenstehender dieser Debatte zu sein und finde in beiden Positionen für mich richtige aber auch falsche Argumente. Ich vermute das es den meisten Menschen da draußen ganz ähnlich gehen wird. Dummerweise ist damit aber Niemandem geholfen.

Man könnte annehmen, dass Ganze wäre eine klassische Pattsituation. Nur müsste sich dann auch irgendwann ein Kompromiss finden mit dem alle Beteiligten irgendwie leben können. Das Problem ist aber, dass es in diesem Fall kein Patt gibt und niemals geben wird. Denn die Exkludisten verfügen über das letzte Wort, sozusagen die ultimative Macht: Sie können Unliebsames kurzerhand löschen. Dem hat letztendlich niemand langfristig etwas entgegenzusetzen. Jeglicher Versuch zwecklos. Das Ende jeder einzelnen Diskussion ist bereits vorher abzusehen. Erschwerend kommt hinzu, das die Exkludisten keinen Fehler im System erkennen können. Somit wird es natürlich auch keine lösungsorientierte Diskussion geben. Ein paar Nebelkerzen sollen helfen, das Thema wieder im digitalen Rauschen zu versenken. Und danach? Ein weiter so! Dafür braucht man kein Prophet sein.

Dabei wären Modelle die einen Kompromiss (ebenfalls ein Löschkandidat) der beiden Strategien abbilden durchaus denkbar. Ein Draft-Bereich für qualitativ mangelhafte Artikel beispielsweise, die dann auch über die Standardsuchfunktion nicht gefunden werden. Und natürlich die Aufweichung der Relevanzkriterien. Denn Relevanz ergibt sich noch immer aus dem Kontext und ist nicht nur eine Frage des Standpunktes, sondern auch des Betrachters.

Update: Hab ich doch gesagt.

Sterben im Netz

Jeder verlebt irgendwann seine letzte Sekunde auf diesem Erdball. Bestenfalls lebt man danach in den Erinnerungen seiner Mitmenschen weiter. Nicht ewig, aber für eine bestimmte Zeit. Nur Wenigen von uns ist es vergönnt, unauslöschbare Fußspuren in der Geschichte zu hinterlassen. Sie werden sozusagen unsterblich. Und dennoch gibt es einen Ort auf dieser Welt an dem der Tod nicht so stattzufinden scheint wie andernorts: Das Internet. Denn im Internet stirbt man irgendwie anders. Jeder stirbt im Internet anders und manche sterben auch nie. Das Sterben im Netz, ein Thema mit dem ich mich gedanklich schon einige male auseinandergesetzt habe. Die Süddeutsche versucht sich heute auch mal daran, hat aber auch keine anderen Antworten gefunden. Die üblicherweise in diesem Zusammenhang immer wieder erwähnten Dienste sollen die eigens geplante Online-Bestattung ordnungs- und wunschgemäß durchführen und halten dafür natürlich die Hand auf. Schon irgendwie merkwürdig das man im Netz nahezu für nichts Geld bezahlen muss, aber im Falle des eigenen Ablebens wird man zur Kasse gebeten. Der Tod ist eben doch nicht umsonst.

Aber um einen solchen Service überhaupt in Anspruch nehmen zu können, muss man sich natürlich zuerst einmal Gedanken machen was nach dem eigenen Tod mit den eigenen Blogs, den Profilen in den verschiedenen Social Networks, den Tweets und E-Mails, den Rezensionen und Bewertungen passieren soll. Alles löschen? Anonymisieren? Unverändert lassen?

Je länger ich darüber nachdenke wird mir klar, das hierfür Lösungen seitens der Anbieter geschaffen werden müssen. Ich wünsche mir, das jeder Service bei dem ich persönliche Daten speichern kann, mir zukünftig auch verschiedene Möglichkeiten anbietet was mit meinen Daten nach meinem Ableben passieren soll. Ausgelöst wird das “große Löschen” durch eine (von wem auch immer) signierte E-Mail an alle Diensteanbieter oder meinetwegen eine dezentrale Verwaltungsstelle. So schön (einfach) könnte Sterben 2.0 sein.

Ich jedenfalls möchte nicht irgendeinem Unternehmen meine Zugangsdaten für all die Dienste die ich im Internet in Anspruch nehme aushändigen. Wer garantiert mir das eben jenes Unternehmen zum Zeitpunkt meines Ablebens selbst noch existiert und meine Wunschliste abarbeiten kann? Und überhaupt: Welchen Sinn macht es solchen Anbietern gedruckte Listen mit Zugangskennungen zu schicken? Darf ich dann meine Kennwörter nie wieder ändern?

Die dreiste Lüge von den umweltfreundlichen Getränkekartons

Seit einigen Wochen belügt der debile Hase Bob im Auftrag der Firma Tetra Pak in bester RWE-Manier die Fernsehzuschauer. Nur der Aufschrei bleibt bislang aus.

Und dabei ist der vom Spot vermittelte verschwenderische Umgang mit dem Grundnahrungsmittel Brot noch der kleinste Aufreger. Nein, es ist viel mehr der Umstand, wie Tetra Pak seine Verbundverpackungen kindgerecht als ökologisch preist. Eine Verpackung, die man ruhig als eine der umweltschädlichsten der Welt bezeichnen kann.

Leider verschweigt der Spot, dass Tetra Pak eben nicht nur aus Holz beziehungsweise Papier bestehen, auch wenn auf diesen Rohstoff sicherlich der überwiegende Anteil entfällt. Neben Kunststoff findet sich einem Tetra Pak auch Aluminium wieder, genauer gesagt Polyethylen-Aluminiumzellstoff. Nicht wirklich nachwachsende Rohstoffe, oder?

Das Problem daran ist nämlich, dass sich diese in Schichten miteinander verbundenen Materialien so gut wie gar nicht mehr voneinander trennen lassen. Erst seit dem Jahr 2008 existiert mit der sogenannten Plasmatrenntechnik überhaupt eine Möglichkeit, Tetra Paks zu immerhin 99 % zu recyceln. Nur bedauerlicherweise benötigt man für das Recycling eines Tetra Paks zehnmal mehr Energie wie für die Herstellung eines solchen Getränkekartons. Auch nicht unerwähnt sollte bleiben, dass das Ergebnis dieses Recyclings eher minderwertiger Natur ist, weshalb der Großteil dieser Verbundverpackungen nach wie vor in der Müllverbrennung landen.

Meine Projektarbeit für die IHK-Prüfung zum IT-Systemkaufmann

Ein gelbes Schild mit schwarzer Schrift, das die Worte "PRÜFUNG", "BITTE NICHT STÖREN" und "RUHE BEWAHREN" enthält.
Foto: Dennis Wegner, flickr.com

Die IHK-Prüfung zum IT-Systemkaufmann sieht vor, dass neben den schriftlichen Prüfungen auch eine sogenannte Projektarbeit durchgeführt wird. In Vorbereitung auf diese Projektarbeit habe ich im Internet nach Beispielen gesucht, die mir eine ungefähre Vorstellung darüber geben, welcher Aufbau und Umfang von der Prüfungskommission gefordert wird.

Da der Ausbildungsberuf des IT-Systemkaufmanns noch relativ neu ist, habe ich trotz aller Bemühungen keine Beispiele gefunden, an denen ich mich orientieren konnte. Um anderen Prüflingen nach mir das Leben leichter zu machen, habe ich mich dazu entschlossen, meine Projektarbeit zu veröffentlichen.

Die Projektdokumentation trägt den Titel „Planung und Kalkulation eines Wireless-LAN“ und beschäftigt sich mit der Investitionsfrage in diese Technologie. Die Projektdokumentation wurde von der IHK-Prüfungskommission mit 92,5 von 100 Punkten bewertet.

Download meiner IHK-Prüfung (PDF)

ACHTUNG

Die Dokumentation entspricht dem Stand der Technik sowie den Prüfungsvorgaben des Jahres 2002. Die Welt der Technik hat sich seitdem mehrfach weitergedreht, und auch die Prüfungsvorgaben können mittlerweile anders aussehen. Verwendet das Dokument also ausschließlich als Beispiel für Aufbau und Umfang einer solchen Dokumentation.