Bodenschneid (1.669m)
Heute ging es in aller Frühe raus. Das Ziel war Enterrottach, zumindest für mein Auto. Ich wollte noch etwas weiter und das hervorragende Wetter nutzen, um diese Tour auf den Bodenschneid zu machen.
Vom Parkplatz aus ging es über die Bodenalm zum Bodenschneid. Wie in der Tourbeschreibung korrekt angegeben, war der Aufstieg sehr steil und beschwerlich. Ich würde sagen, das man auf den ersten 3 Kilometern locker 600 Höhenmeter überwindet, was selbst im herrlich frischen Wald, eine extrem schweißtreibende Angelegenheit ist.


Kurz vor der Bodenalm habe ich mir, als ich an einer sehr spitzen und scharfen Wurzel hängengeblieben bin, meinen Wanderschuh zerlegt. Zum Glück nur den und nicht den Fuß.
Naja, sobald man die Bodenalm erreicht hat, kann man dann etwas durchschnaufen und den Ausblick genießen. Die Sonne hat den Schweiß vom Aufstieg schnell getrocknet, aber bevor man sich versieht, liegt die Bodenalm schon hinter bzw. unter einem und der schweißtreibende Aufstieg geht weiter.



Der restliche Aufstieg ist dann deutlich moderater, nur die letzten 300 Meter haben es nochmal in sich. Ich saß eine Weile am Gipfelkreuz, hab die Aussicht und mein Frühstück genossen, und ausnahmslos jeder der hier oben angekommen ist, hat deutlich hörbar geschnauft.

Das Gipfelkreuz auf dem Bodenschneid gehört zu den schönsten die ich bisher gesehen habe. Leider war es gegen die Sonne kaum von seiner ansehnlichen Seite zu fotografieren. Dafür war der Blechkasten der das Gipfelbuch aufbewahrt, aber umso fotogener.


In Richtung und mit Blick auf den Tegernsee ging es dann wieder runter vom Bodenschneid. Nach dem steilen Abstieg bin ich dann im Bodenschneid-Haus angekommen und habe mir noch ein alkoholfreies Helles gegönnt, bevor es dann endgültig Richtung Parkplatz zurückging.


Der Rückweg ab dem Bodenschneid-Haus war über die Versorgungsstraße total entspannt. Links und rechts gab es noch das eine oder andere Highlight, wie die kleine Waldeichdechse die erst weggehuscht ist, als ich mit dem iPhone wirklich unerhört nah war.

Oder auch die gelb blühenden Wiesen. Das vordere Stück war übersäht mit unzählbar vielen Schlüsselblumen, und der hintere, dunkelgelbe Teil mit Butterblumen und Löwenzahn.

Und kurz vor dem Parkplatz hab ich meine Hände noch ins kühle Nass dieses Bergbachs gesteckt, um mich zu erfrischen.

Insgesamt schöne Tour, auch wenn der Aufstieg beschwerlich war. Aber das sage ich am Ende auch über jede Wanderung.
Das war übrigens meine erste Wanderung seit über 10 Jahren ohne Apple Watch oder irgendein anderes Gerät mit dem ich die Tour aufgezeichnet habe. Und das war ehrlichweise total entspannend, nicht permanent auf die Uhr zu schauen wie weit oder hoch man schon gegangen ist, wie schnell der Puls schlägt und ob man auch ja unter den Zeiten bleibt, die auf Wegweisern so ausgeschrieben sind. Ein guter erster Schritt in die richtige Richtung. Aber dazu an anderer Stelle mehr.