Der 15-Jährige hat mich gestern Abend gefragt, ob ich mit ihm auf den Herzogstand wandern würde. Das Wetter hat zwar für Samstagnachmittag Regen angesagt, aber in den Bergen kann man sich darauf sowieso nicht verlassen.
Also ging es heute früh, um 6:30 Uhr los Richtung Walchensee. Die Sonne hat geschienen und als wir gegen 8 Uhr am Startpunkt der Route angekommen sind, hab ich es bereut, das ich auf die Frage vom Sohnemann, ob wir keine Sonnencreme mitnehmen wollen, nur den Kopf geschüttelt habe.
Nur 30 Minuten später war von der Sonne nichts mehr zu sehen. Zum einen, weil wir durch den dichten Wald zum Heimgarten hinauf gestapft sind und zum anderen, weil es schlicht sehr bewölkt geworden ist.



Wie jeder Aufstieg auf einen Berg, so war auch der zum Heimgarten echt schweißtreibend. Oben angekommen, war dann auch bei herrlichem Sonnenschein Zeit für die zweite Brotzeit. Die vermeintliche Regenprognose war zu diesem Zeitpunkt längst vergessen.



Über den Kamm ging es danach weiter zum eigentlichen Star der Runde, dem scheinbar gerade sehr populären Herzogstand. So richtig erschließt sich mir nicht, warum der Herzogstand so beliebt ist, aber aufgrund des Wetterumschwungs hatten wir auch nicht genügend Zeit, das ich den Gipfel näher kennenlernen, geschweige denn etwas von dort oben beim Blick nach unten sehen konnte.

Auf dem Weg dorthin haben wir noch das Schlehdorfer Kreuz mitgenommen. Dann hat es plötzlich zugezogen und ist immer dunkler, windiger und kälter geworden. Ein untrügliches Zeichen für, na klar, Regen.


Als wir am Martins-Kopf angekommen sind, kamen dann die ersten Tropfen und wir haben ihn und auch den Fahrenbergkopf für eine andere Tour liegen gelassen und haben uns direkt auf den Weg nach unten begeben. Steine, Wurzeln, jede Menge Schlamm … das war wirklich alles andere als angenehm aber mit Geduld und den Wanderstöcken sind wir zwar vollkommen verdreckt und durchnässt unten wieder angekommen.


Über 14 Kilometer und 1.300 Höhenmeter haben enorm geschlaucht und uns direkt in das erste Wirtshaus geführt, in dem es einen Berg Schnitzel als Belohnung gab. Die weltbesten Schnitzel natürlich.