Recycled Words

Kunst bis zum Abwinken

Mein Rückflug von Chicago ist erst um 21:40 Uhr, nach dem morgendlichen Checkout war also noch mehr als genug Zeit eine weitere Facette von Chicago kennenzulernen. Meine Wahl fiel auf das Art Institute. Zum einen, weil amerikanische Museen generell sehr sehenswert sind und zum anderen, weil es dort ein paar außergewöhnliche Kunstwerke zu bestaunen gibt, deren Aura ich auf mich wirken lassen wollte.

7 Stunden später kann ich sagen, das sich dieser Ausflug ausnahmslos gelohnt hat. So sehr war ich jedenfalls bisher von keinem Kunstmuseum beeindruckt. Und kein anderes Museum hat mich durch so viele Räume gejagt, das mein Schrittzähler regelrecht explodiert ist.

Insgesamt habe ich 78 Fotos und ein Video gemacht. Logischerweise ist alles wahnsinnig sehenswert aber leider auch viel zu viel für diesen Artikel. Aber eine kleine Auswahl möchte ich dennoch hier zeigen.

Eine Gruppe von Besuchern steht vor einem großen Gemälde, das eine belebte Straßenszene mit Menschen unter Regenschirmen zeigt. Der Raum ist hell erleuchtet und hat eine moderne Galerie-Atmosphäre.

Ein selbstporträt eines Mannes mit rotem Bart und kurzen Haaren, in einem gestreiften Oberteil, umgeben von einer strukturierten, farbigen Hintergrundgestaltung. Rechts befindet sich ein Schild mit Informationen über das Gemälde.

Ein Gemälde von Vincent van Gogh, das ein einfaches Schlafzimmer zeigt, mit einem Bett, einem Tisch und zwei Stühlen. Die Wände sind in Blau gehalten, und es gibt Fenster, die das Licht hereinlassen.

Mit van Gogh, Picasso und Monet hat mein Besuch quasi begonnen bevor es mich in den dritten Stock zur Modern Art gezogen hat. Diese Reihenfolge war nicht geplant, hat sich aber im Nachhinein als goldrichtig erwiesen, weil es hier genau die Ausstellungsstücke gab, die mich am meisten fasziniert haben.

Von Picasso, über Franz Marc und Jean Dubuffet, bis zu den äußerst sehenswerten Bildern von Carroll Dunham und Joan Miró, hier hätte ich Stunden zubringen können.

Vier gerahmte Illustrationen sind an einer Wand aufgehängt, die verschiedene Figuren in einem natürlichen Umfeld darstellen. Die Charaktere sind mit grünen und braunen Farben gestaltet und zeigen intime Posen zwischen Bäumen und einer gelben Sonne.

Zwei lebendige, abstrahierte Kunstwerke hängen an den Wänden eines modernen Ausstellungsraums. Im Vordergrund stehen zwei Besucher, die die Kunstwerke betrachten.

Eine skulpturale Darstellung einer Frau in einem langen, geschichteten, rosanen Kleid mit einem passenden Hut steht im Vordergrund. Daneben befindet sich eine kleinere, runde Skulptur, während große Fenster den Blick auf eine moderne Stadtlandschaft mit hohen Gebäuden freigeben.

Im Inneren eines modernen Kunstmuseums beherbergt der Raum mehrere Kunstwerke, darunter eine abstrakte Skulptur auf einem weißen Sockel, eine gemalte Leinwand an der Wand und ein weiteres Gemälde daneben. Durch große Fenster ist die Skyline der Stadt sichtbar.

Ein Gemälde mit einem abstrakten, grotesken Gesicht, das aus dunklen und hellen Farben in Grau und Schwarz besteht. Die Gesichtszüge sind verzerrt, mit übergroßen Augen und einem breiten, zahnigen Mund, eingerahmt in einem schwarzen Rahmen.

Ein farbenfrohes Gemälde zeigt eine cartoonartige Figur mit einem übertriebenen Gesichtsausdruck, die große Zähne und eine asymmetrische Körperform hat. Der Hintergrund ist dunkelfarbig, während die Figur leuchtende Farben in Grün, Orange und Gelb aufweist.

Ein farbenfrohes Gemälde von Pablo Picasso mit einer stilisierten Darstellung einer Frau. Die Frau hat blonde Haare, eine grüne Kleidung und sitzt auf einem Stuhl, umgeben von geometrischen Formen und kräftigen Farben.

Ein farbenfrohes Gemälde zeigt einen Wasserfall, der kraftvoll in die Tiefe stürzt, umgeben von stilisierten Bäumen und Gebäuden. Im Vordergrund sind Figuren in lebhaften Farben dargestellt, die verschiedene Emotionen und Bewegungen ausdrücken.

Auch wenn der Kopf nach Stunden 3 eigentlich nicht mehr aufnahmebereit war, es ging immer weiter. Der Flügel mit der amerikanischen Kunst war dann auch nochmal besonders sehenswert.

Eine skulpturale Installation mit stilisierten, schwarz-weißen Formen, die verschiedene Figuren darstellt. Im Hintergrund sind farbenfrohe Glasfenster und Besucher im Museum zu sehen.

Ein Gemälde zeigt eine Szenenansicht eines Cafés mit einer großen Fensterfront, in der fünf Personen an einer Bartheke sitzen. Der Raum ist hell erleuchtet und der Hintergrund enthält weitere Gebäude in einer urbanen Umgebung.

Ein gemaltes Kunstwerk zeigt mehrere Baseballspieler in einer Umkleidekabine. Ein Spieler steht im Vordergrund, gekleidet in ein weißes Trikot mit der Aufschrift

Eine Gruppe von Besuchern steht in einem Museum vor einem Gemälde, das ein Paar darstellt. Die Menschen sind unterschiedlich gekleidet und konzentrieren sich auf das Bild, während einige zu sprechen scheinen.

Ein abstraktes Kunstwerk mit kräftigen Farben, darunter Blau, Rot, Schwarz und Weiß. Es zeigt geometrische Formen und Zeichen, die dynamisch angeordnet sind, mit einer handschriftlichen Signatur am unteren Rand.

Umgehauen hat mich das Bild "Paradise Lost" von Raqib Shaw. An diesem Bild wird seit 2009 gearbeitet und es kommen noch immer neuen Teile dazu. Das nenne ich mal ein Lebenswerk.

Eine lange Wandinstallation mit dem Titel

Die unzähligen Räume mit Kunstwerken aus dem Mittelalter und der Renaissance habe ich relativ schnell durchschritten. Irgendwie nicht so mein Ding und dutzende Male so oder so ähnlich schon gesehen. Nur Waffen in einem Kunstmuseum und Ritter auf Pferden waren mir neu. Aber in Amerika ist ja alles erlaubt.

Zwei mit Rüstungen ausgestattete Ritter auf Pferden stehen in einem Museum. Der Hintergrund zeigt eine Wand mit weiteren ritterlichen Rüstungen und historischen Waffen, während Besucher das Exponat betrachten.

Eine dunkle Museumshalle mit zwei Vitrinen, die zahlreiche historische Porzellanobjekte zeigen. An der Wand hängen große Teller und Vasen mit blau-weißen Mustern, während die Vitrinen kleinere ornamente und Töpferwaren präsentieren.

In einem Kunstmuseum sehen Besucher aus verschiedenen Blickwinkeln auf Gemälde, die an den Wänden hängen. Im Vordergrund sitzen zwei Personen auf einer Holzbank, während eine dritte Person auf ihr Handy schaut.

Den Flügel mit der asiatischen Kunst habe ich dann etwas genauer inspiziert, zum einen weil es interessant war und zum zweiten, weil ich auf der Suche nach Kanagawa oki nami ura von Katsushika Hokusai war. Leider wird das Bild aber scheinbar gerade nicht ausgestellt.

Eine große, runde Wandskulptur mit einer strukturierten Oberfläche aus grauen und weißen Materialien. Die Skulptur hat mehrere tiefe Vertiefungen und hervorstehende Formationen, die eine dreidimensionale Wirkung erzeugen.

Dafür gab es eine Sonderausstellung zu Henri Matisse, die das locker ausgeglichen hat. Die sehr auffälligen Bilder von Matisse hat vermutlich jeder schon mal gesehen. Ich wusste aber nicht, dass es sich dabei um Scherenschnitte handelt, die Matisse in einem Buch veröffentlicht hat.

An Ausstellungswand zeigt eine Reihe von zwölf gerahmten Kunstwerken, die in bunten Farben und verschiedenen Stilen gestaltet sind. Einige Werke haben grafische Elemente und Texte, während Besucher die Kunstwerke betrachten.

Sechs gerahmte Kunstwerke hängen an einer hellen Wand. Die Bilder zeigen eine Mischung aus abstrakten Formen und lebhaften Farben, darunter geometrische und organische Motive sowie Text.

Eine zeichnerische Darstellung einer nackten Frau, die entspannt auf einem gepolsterten Stuhl sitzt. Sie hat einen nachdenklichen Ausdruck und ihre Pose betont ihre Kurven, während im Hintergrund florale Muster sichtbar sind.

Zum Abschluss noch das einzige Video das ich aufgenommen habe. Anders hätte sich die Installation "I hear you, I hear you." von Nora Turato auch nicht einfangen lassen.

Treffender kann ich diesen Artikel auch nicht beenden. Das war viel, vielleicht zu viel Input. Gut das ich es jetzt hier verdauen kann.

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