Kunst bis zum Abwinken
Mein Rückflug von Chicago ist erst um 21:40 Uhr, nach dem morgendlichen Checkout war also noch mehr als genug Zeit eine weitere Facette von Chicago kennenzulernen. Meine Wahl fiel auf das Art Institute. Zum einen, weil amerikanische Museen generell sehr sehenswert sind und zum anderen, weil es dort ein paar außergewöhnliche Kunstwerke zu bestaunen gibt, deren Aura ich auf mich wirken lassen wollte.
7 Stunden später kann ich sagen, das sich dieser Ausflug ausnahmslos gelohnt hat. So sehr war ich jedenfalls bisher von keinem Kunstmuseum beeindruckt. Und kein anderes Museum hat mich durch so viele Räume gejagt, das mein Schrittzähler regelrecht explodiert ist.
Insgesamt habe ich 78 Fotos und ein Video gemacht. Logischerweise ist alles wahnsinnig sehenswert aber leider auch viel zu viel für diesen Artikel. Aber eine kleine Auswahl möchte ich dennoch hier zeigen.



Mit van Gogh, Picasso und Monet hat mein Besuch quasi begonnen bevor es mich in den dritten Stock zur Modern Art gezogen hat. Diese Reihenfolge war nicht geplant, hat sich aber im Nachhinein als goldrichtig erwiesen, weil es hier genau die Ausstellungsstücke gab, die mich am meisten fasziniert haben.
Von Picasso, über Franz Marc und Jean Dubuffet, bis zu den äußerst sehenswerten Bildern von Carroll Dunham und Joan Miró, hier hätte ich Stunden zubringen können.








Auch wenn der Kopf nach Stunden 3 eigentlich nicht mehr aufnahmebereit war, es ging immer weiter. Der Flügel mit der amerikanischen Kunst war dann auch nochmal besonders sehenswert.





Umgehauen hat mich das Bild "Paradise Lost" von Raqib Shaw. An diesem Bild wird seit 2009 gearbeitet und es kommen noch immer neuen Teile dazu. Das nenne ich mal ein Lebenswerk.

Die unzähligen Räume mit Kunstwerken aus dem Mittelalter und der Renaissance habe ich relativ schnell durchschritten. Irgendwie nicht so mein Ding und dutzende Male so oder so ähnlich schon gesehen. Nur Waffen in einem Kunstmuseum und Ritter auf Pferden waren mir neu. Aber in Amerika ist ja alles erlaubt.



Den Flügel mit der asiatischen Kunst habe ich dann etwas genauer inspiziert, zum einen weil es interessant war und zum zweiten, weil ich auf der Suche nach Kanagawa oki nami ura von Katsushika Hokusai war. Leider wird das Bild aber scheinbar gerade nicht ausgestellt.

Dafür gab es eine Sonderausstellung zu Henri Matisse, die das locker ausgeglichen hat. Die sehr auffälligen Bilder von Matisse hat vermutlich jeder schon mal gesehen. Ich wusste aber nicht, dass es sich dabei um Scherenschnitte handelt, die Matisse in einem Buch veröffentlicht hat.



Zum Abschluss noch das einzige Video das ich aufgenommen habe. Anders hätte sich die Installation "I hear you, I hear you." von Nora Turato auch nicht einfangen lassen.
Treffender kann ich diesen Artikel auch nicht beenden. Das war viel, vielleicht zu viel Input. Gut das ich es jetzt hier verdauen kann.