Pluribus, S1 (5/5)

Wir sind jetzt mit Staffel 1 von Pluribus durch, und ich habe mich wirklich sehr grandios unterhalten gefühlt. Meine Frau ist, glaube ich, noch indifferent. Ich habe bewusst keine Rezensionen gelesen, auch wenn Felix sich viel Mühe gegeben hat, sein Unterhaltungsniveau regelmäßig festzuhalten.
SPOILERWARNUNG
Wer die Serie noch nicht gesehen hat, sollte ab hier aufhören zu lesen.
Am Anfang dachte ich, das wird jetzt eine Art Last of Us, und hab schon leicht genervt auf die Zombie-Apokalypse gewartet, aber dann kam es zum Glück doch anders, und zwar sehr anders. Es gibt zwar eine Invasion einer Art Virus, aber die Konsequenzen sind himmlisch. Alle sind freundlich zueinander, niemand lügt, klaut, schlägt oder tötet irgendwen oder irgendwas. Im Gegenzug verlieren alle ihre Individualität und werden zu einem globalen Organismus mit gemeinsamen Gedächtnis. Ach ja, und ein paar wenige werden nicht infiziert und werden von den Infizierten hofiert, als wären sie könglicher Abstammung.
Was für eine sensationelle Idee, die wirklich durch die gesamte Serie trägt. Ich habe regelmäßig gelacht, in tiefen Gedanken versunken versucht mir diese Welt vorzustellen und versucht vorauszusehen, was als nächstes passiert. Und dabei ist die Serie herrlich entschleunigend, da stimme ich Christian sehr bestimmt zu. Und dennoch habe ich kein einziges Mal auf dem Smartphone nebenbei irgendwas anderes gemacht. Das will schon etwas heißen.
Noch hat Pluribus für mich noch nicht den Status von Breaking Bad oder Better Call Saul erreicht, aber wir sind ja vermutlich auch erst am Anfang der Geschichte.