Train Dreams (3/5)

Huch, was war das denn? Olli Schulz hat Train Dreams in der letzten Episode von Fest & Flauschig empfohlen und nachdem der Streifen auch an anderen Stellen gelobt wurde, habe ich ihn mir heute spontan angesehen.
Schon die ersten 20 Minuten haben mich extrem an Robert Seethalers Ein ganzes Leben erinnert, das ich 2016 sehr gemocht habe. Vor 2 oder 3 Jahren erinnere ich mich, auch die Verfilmung gesehen und für gut befunden zu haben.
Zurück zum erwähnten Huch: Wer Seethalers Roman gelesen oder die Verfilmung gesehen hat, kann nicht übersehen, dass es sich de facto um die gleiche Geschichte handelt. Ich bin ehrlich gesagt sprachlos aber schon eine kurze Recherche hat gezeigt, das ich nicht der Einzige bin, dem das aufgefallen ist und das andere sich an dem Thema schon 2016 abgearbeitet haben.
In diesem Fall scheint Seethaler der Kopist zu sein, da sein Buch schlicht 14 Jahre nach dem von Johnson veröffentlicht wurde. Auch hat Seethaler angeblich zugegeben, Train Dreams gelesen zu haben, aber beim Schreiben seines Werkes keine Sekunde daran gedacht zu haben. Ich glaube, das nennt man dann unbefleckte Empfängnis.
Nun gut, zurück zum Film: Ja der ist richtig gut gemacht, aber mir persönlich vom Flow zu langsam. Vielleicht lag das aber auch schlicht daran, das ich die Handlung quasi schon kannte und mental schon vorgespult (sagt man das heute eigentlich noch?) habe.