Seit einigen Jahren verfolge ich an Weihnachten das klare Prinzip, dass keine außergewöhnlichen Menüs gekocht werden. Ich habe keine Lust, mich an den Feiertagen in komplizierten Rezepten zu verlieren, nur um am Ende frustriert vor dem Herd zu stehen, oder noch schlimmer, in die enttäuschten Gesichter der Mitesser zu blicken, weil irgendwas nicht geklappt hat.
Konkret heißt das: Es kommt das auf den Tisch, was sich das ganze Jahr über bewährt hat und mit überschaubarem Aufwand gelingt.
Die einzige Ausnahme war bisher die Entenbrust am 1. Feiertag, die sich meine Frau gewünscht hat. Die gab es nur an Weihnachten zusammen mit alljährlichen Diskussionen, dass die Entenbrust zu rosa und damit nicht durch sei. Deshalb habe ich Entenbrust dieses Jahr konsequent von der Karte gestrichen. Auch die traditionellen Bratwürstchen an Heiligabend mussten weichen. Ich wollte mich stattdessen an dem Gericht versuchen, das meine Mutter früher an Heiligabend serviert hat.
Das war alles eher low-key und ziemlich lecker. Darf es nächstes Jahr gern genauso wieder geben. Hier meine Notizen, damit es nächstes Jahr noch etwas besser wird.
Heiligabend
Nach vielen Jahren Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelbrei war es Zeit für einen Tapetenwechsel. Deshalb gab es dieses Jahr Schweinelende in Pilzrahmsauce aus dem Ofen. Die Zubereitung habe ich aus zwei Rezepten improvisiert. Dazu gab es selbstgemachte Spätzle nach diesem Rezept und gedünsteten Brokkoli.
Nächstes Jahr das Schweinefleisch ruhig noch mehr, vor allem mit Salz würzen. Wenn man denkt, es ist zu viel, ist es vermutlich ausreichend. Spätzle mit sehr sprudeligen Mineralwasser waren ein Gamechanger.
1. Weihnachtsfeiertag
Der Tag der Entenbrust-Alternative. Es gab knusprige Hähnchenbrust aus dem Ofen. Grundlage war dieses Rezept, nur dass ich Panko statt Paniermehl für noch mehr Crunch verwendet habe.
Nach 20 Minuten bei 200 °C im Ofen, war die Hähnchenbrust innen noch leicht glasig, und wurden dann auf jeder Seite für 2 Minuten in Butterschmalz ausgebacken. Das Ergebnis war innen super saftig und außen knusprig, ganz so wie es sein sollte.
Wie es sich für einen Entenbrust-Ersatz geziemt, gab es dazu Kartoffelknödel, Blaukraut und eine weihnachtliche dunkle Sauce. Als Nachtisch hat die Frau ein Bienenstichdessert zubereitet.
2. Weihnachtsfeiertag
Am 2. Weihnachtsfeiertag gibt es bei uns traditionell Gulasch. Dazu gab es diesmal Semmelknödel und gebratenen Rosenkohl. Als Nachtisch ein sehr leckeres Bratapfeldessert.