Felix hat darüber geschrieben, dass Limitierungen die Grundlage für außergewöhnliche Erfolge sind, weil sie das menschliche Gehirn dazu zwingen, kreative Lösungen zu suchen, statt den offensichtlichen Weg zu gehen.

wir ten­die­ren dazu pro­ble­me durch hin­zu­fü­gen von et­was zu lö­sen und tun uns oft schwer da­mit pro­blem­lö­sun­gen in be­tracht zu zie­hen, die et­was ent­fer­nen.

Beim Lesen musste ich sofort an das Zitat von Antoine de Saint-Exupéry denken, das seit Jahren eine Art Lebensmotto für mich ist.

Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.

Saint-Exupéry beschreibt eine Grenze, die wir selbst ziehen. Wir könnten noch mehr hinzufügen, entscheiden uns aber dagegen. Reduktion ist dann nicht das Gegenteil von Limitierung, sondern eine bewusste Form davon. Weniger nicht, weil man muss, sondern weil man erkannt hat, dass nicht jede Möglichkeit genutzt werden sollte.

Vielleicht begleitet mich das Zitat deshalb schon so lange. Weil es nicht nur von Gestaltung spricht, sondern von Haltung. Und vielleicht erklärt es auch, warum ich Produkte entwickle. Denn auch dort fehlt es selten an Ideen, Anforderungen oder Möglichkeiten. Die eigentliche Arbeit besteht darin, Grenzen zu ziehen und zu entscheiden, was nicht Teil der Lösung sein soll.

Ich frage mich nur, denke ich so, weil ich Produkte entwickle? Oder entwickle ich Produkte, weil ich so denke?