Wunderschöne zweite Stadt
Nachdem sämtliche beruflichen Verpflichtungen für diese Woche abgehakt sind, stand heute Downtown Chicago auf dem Programm. Ehrlicherweise hatte ich überhaupt keinen Plan, was ich mir anschauen wollte, aber was soll in einer Stadt wie Chicago schon schiefgehen?
Das Einzige, das fest eingeplant war, war eine Bootstour auf dem Chicago River, die aber erst nach Sonnenuntergang um die beleuchtete Skyline vom Wasser aus zu erleben. Bis dahin waren ein paar Stunden Zeit, die Stadt zu Fuß zu erkunden.










Am Navy Pier angekommen hatte ich noch etwas Zeit über den Lake Michigan zu schauen. Irgendwie verrückt, dass der See so groß ist, das man 82% von Bayern einfach mal darin versenken könnte.


Um 19:30 Uhr saß ich dann an Deck der 75-minütigen Bootstour durch die Häuserschluchten, in denen so langsam das Licht angeschaltet wurde. Ich habe mir die sogenannte Architecture River Tour gegönnt, weil ich erleben wollte, wieso Chicago als eines der wichtigsten Architekturzentren der Welt gilt.












Auf dieser Bootstour habe ich auf jeden Fall gelernt, das Chicago quasi der Geburtsort der modernen Hochhausstadt ist. Grund war wohl das Feuer von 1871, das die Stadt fast vollständig zerstört hat. Danach musste Chicago neu aufgebaut werden und genau in dieser Phase experimentierten Architekten mit neuen Bauweisen. Zumindest laut dem Guide ist das auch der Grund warum Chicago die "second city" genannt wird, auch wenn dieser Spitzname nicht so wirklich eindeutig ist.
Und natürlich darf auch ein Blick vom Willis Tower auf das nächtliche Chicago nicht fehlen.

Ich habe jetzt auf jeden Fall ein anderes Auge für die Architektur von Hochhäusern und sehe sie nicht mehr nur allein als technische Meisterwerke.
Und Chicago ist eine super coole Stadt mit freundlichen und sehr respektvollen Menschen. Die Stunden in Chicago haben auf jeden Fall sehr stark an meinen Vorurteilen gerüttelt.