Buchcover von „Blumen für Algernon“

Blumen für Algernon aus dem Jahr 1966 schlummerte schon eine ganze Weile auf meiner Leseliste. Der Roman erzählt von Charlie Gordon, einem geistig beeinträchtigten Mann, der sich im Rahmen eines Forschungsprojekts einer Operation unterzieht, die seine Intelligenz innerhalb kürzester Zeit enorm steigert.

Die Geschichte klingt spannend und entfaltet am Anfang auch einen gewissen Sog, der vor allem entsteht, weil der Roman über sogenannte Fortschrittsberichte erzählt wird, die Charlie selbst schreibt. Am Anfang sehr unbeholfen, vor Fehlern strotzend, und später immer eloquenter. Das funktioniert erstaunlich gut, auch wenn mir die späteren stellenweise zu gewollt komplex rüberkommen.

Die Rückblenden des dann super-intelligenten Charlie in sein früheres Leben und das Leid das ihm andere Menschen angetan haben, waren mir ehrlicherweise zu Schablonenhaft, genauso wie eigentlich alle anderen Akteure im Buch.

Der Roman wurde damals mit Preisen überhäuft und später auch einige Male verfilmt. Für mich kein klassischer Pageturner und bei den vielen Ebenen und moralischen Zeigefingern würde ich mich nicht wundern wenn das Buch in einigen Lehrplänen steht.