Die Wettervorhersage sprach heute nicht für den Strand. Also ging es ab ins Museum, das Historisch-Technische Museum in Peenemünde genauer gesagt.
Das Museum stand eigentlich schon vor 10 Jahren auf dem Programm, als wir das letzte Mal in der Ecke waren. Aber die Kinder waren damals noch zu klein als das man so einen Besuch auch nur ansatzweise sinnvoll hätte nutzen können.
In Peenemünde kann man die Geschichte der gleichnamigen Heeresversuchsanstalt nachvollziehen, die an hier zusammen mit der Erprobungsstelle der Luftwaffe im zweiten Weltkrieg Raketen und andere Flugkörper entwickelt haben. Das ist also insbesondere die Geschichte vom Aggregat 4, das im Volksmund auch Vergeltungswaffe 2 (V2) genannt und von Wernher von Braun.
Kein leichtes Thema, auch weil natürlich die tödlichen Folgen der Waffen und auch Produktion in Mittelbau-Dora thematisiert werden. Interessierte können hier locker 3-4 Stunden in sämtliche Details abtauchen.
Auch das Kohlekraftwerk, das vor allem für die energieintensive Produktion von flüssigem Sauerstoff verwendet wurde, den die V2 mit einem Ethanol-Wasser-Gemisch als Treibstoff verbrannt hat, kann man besichtigen. Alles sehr beeindruckend.
Alles hier ist super spannend aufbereitet. Man lernt wirklich sehr viele Details, die zumindest ich schon längst wieder vergessen hatte.







Bevor es zurückging, wollten die jungen Herren noch das in Peenemünde ausgestellte U-Boot U-461 von innen sehen. Nachdem es gerade zu regnen angefangen hat, sind wir also schnell unter Deck gegangen und haben uns durch die engen Gänge gequält.
Für den vergleichbaren Eintritt wird hier deutlich weniger geboten. Es gibt fast keine Erklärungen und Einordnungen des Gesehenem. Im Museumsshop kann man aber bei einem netten Schnack noch ein paar Infos abstauben.
Immerhin habe ich jetzt mein erstes U-Boot von innen gesehen und dann auch noch gleich dem größten jemals gebauten konventionellen Unterwasser-Raketenkreuzer. Kann man mitnehmen, wenn man schon hier ist.



Wir wollten eigentlich noch das Raketenschiff Hans Beimler anschauen, aber dafür hat dann leider die Zeit gefehlt.