The night I became a deep-sea diver

Zwei iPhone-Bildschirme zeigen Fitness- und Tauchaktivitätsdaten mit Statistiken wie Tauchgangdetails, Trainingsdauer und Kalorienverbrauch.

Last night, the second night after installing WatchOS 26, my Apple Watch 10 went rogue. While I was sleeping, it decided I was a professional diver, plunging into water a scorching 127 degrees Celsius. It woke me up with a screen bright as a supernova. Even 3 restarts later, the watch was still convinced I was mid-dive, recording a workout I couldn’t stop. I gave up, shoved it aside, and managed to grab one extra hour of sleep.

After my morning shower, I finally managed to end the dive, delete the workout, and even uninstall the rogue diving app. I thought the nightmare was over.

I was wrong. By the afternoon, the watch again had saved over 500 training minutes and 2000 calories, all without a single logged workout. Even after deleting the data from Apple Health for the whole day, the “superdiver” stats were still there and the medals were proudly displayed, mocking me.

So, I made 2 decision: First, I resettled my Apple Watch without restoring it from a backup, and secondly I’m eating ice cream until the calorie deficit is properly addressed and my mood is restored.

Glitzerlämpchen

Vergoldete und reich verzierte Aladin-Lampen sind auf einem Tisch ausgestellt.

Glitzer, natürlich in Form der Aladin-Lampe. Entdeckt (nicht gekauft) im marokkanischen Zelt auf dem Tollwood dieses Jahr.

Abwechslungsreiches Gran Canaria

Auch wenn es in den letzten zwei Wochen schon ab und an ein Lebenszeichen von der Insel gab, soll eine ordentliche Zusammenfassung unseres Gran Canaria Urlaubs natürlich nicht fehlen, so will es die Tradition!

Der Gedanke für diese Reise schlummerte schon eine Weile in uns. Genauer gesagt, seit wir vor zwei Jahren Weihnachten auf Fuerteventura verbracht haben. Schon damals entstand der Wunsch, die Kanaren unbedingt auch mal im Sommer zu erleben, und unsere Wahl fiel diesmal auf das Gran Canaria. Auf relativ kleiner Fläche gibt es eine enorme Vielfalt an Landschaften und Klimazonen vereint. Es gibt Meer und Strände, eine Wüste, Hochgebirge, subtropische Täler und eine belebte Metropole. Da sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein.

Hoch hinaus ins bergige Herz der Insel

Ich wollte auf jeden Fall ein paar Gipfel erklimmen. Man sollte sich aber bewusst sein: Auch wenn die Fahrt durch die Berge und Täler von Gran Canaria wirklich atemberaubend schön ist, die Fahrt vom Strand auf über 1700 Höhenmeter zieht sich wirklich. Doch die Mühe wird mit vielen sehenswerten Aussichten belohnt.

Eine kurvenreiche Bergstraße auf Gran Canaria führt an einem Kilometerstein vorbei, umgeben von karger Landschaft und Felsen.

Eine kurvenreiche Straße auf Gran Canaria führt durch eine trockene, felsige Landschaft mit einem markanten, flachen Hügel im Hintergrund.

Ein mit Aufklebern bedecktes Straßenschild mit der Beschriftung ESTRELLA POLAR steht in einer bergigen, kargen Landschaft unter klarem, blauem Himmel am Miradores Astronómicos de Gran Canaria.

Von den usprünglich geplanten 3 Wanderungen, hat die Zeit am Ende nur für zwei Ausflüge gereicht, die waren dafür aber besonders toll. Der erste Ausflug ging zum Roque Nublo, dem sogenannten Wolkenfels. Ein wirklich sehr erhabener Moment, diesem Wahrzeichen der Insel so nah kommen zu können. Die zweite Wanderung hat mich zum höchsten zweithöchsten Punkt von Gran Canaria geführt. Hier war der eigentliche Weg durch ausgedehnte Wälder und einsame Gipfel schöner wie das eigentliche, leider sehr überlaufene Ziel, dem Pico de las Nieves.

Der Roque Nublo, ein imposanter Felsmonolith und das Wahrzeichen von Gran Canaria erhebt sich über eine karge Landschaft, während sich am Horizont eine Wolkendecke erstreckt.

Eine Gruppe von Menschen steht auf felsigem Gelände am Pico de las Nieves auf Gran Canaria mit Bergen im Hintergrund.

Kontrastprogramm Maspalomas

Der maximal mögliche Kontrast waren dann die berühmten Dünen von Maspalomas, quasi in Laufweite unseres Hotels im heißen Süden der Insel. Anstatt selbst stundenlang durch den heißen Wüstensand zu stapfen, haben wir ganz Touri-like eine Kamelwanderung Dromedarwanderung gemacht. Und nein, die muss man nicht unbedingt gemacht haben, aber so oft hat man die Chance nun auch wieder nicht. Also hey, warum nicht?

Ein Kamel liegt auf sandigem Boden mit grünem Sattel unter einem klaren blauen Himmel.

Aber die Dünen sind ja nur die eine Hälfte dieses riesigen Sandkastens. Direkt daran anschließend wartete das, worauf sich Frau und Sohn am meisten gefreut haben: der ausgedehnte Sandstrand von Maspalomas. Bis auf wenige Tage mit echt starken Wellen war das Baden hier sehr angenehm. Und die wenigen Tage mit stärkeren Wellen haben die beiden dann einfach ihr natürliches Wellenbad genossen, während ich unter Handtüchern vergraben am Strand gelesen habe.

Eine Frau und ein Junge sitzen unter einem Sonnenschirm am Strand.

Eine Person sitzt am Strand auf einem Handtuch, wobei ihre Beine bis zu den Knien im Sand vergraben sind.

Ein Kind steht auf einer Promenade, während Wellen im Hintergrund gegen die Mauer schlagen.

Unterwegs in der Inselhauptstadt Las Palmas

Dank Mietwagen (unbedingt zu empfehlen), waren wir flexibel auch andere Bademöglichkeiten auf der Insel zu erkunden. Überraschenderweise stand der Stadtstrand der Inselhauptstadt Las Palmas bei beiden Wasserratten sehr hoch im Kurs.

Boote stehen am Sandstrand mit Blick auf das Meer und die Stadt im Hintergrund.

Ein Fischerboot steht am Sandstrand vor einer Reihe bunter Gebäude und Palmen.

Mir sollte es recht sein, denn der Playa de las Canteras ist dank der La Barra genannten natürlichen Sandbänke, ein vor starken Wellen relativ gut geschützter Schnorchelspot, den der 14-Jährige und ich erkundet haben. Die Wellen waren bei unserem Besuch sehr hoch, weshalb wir nicht weit rausschwimmen konnten. Mit etwas Hilfe der Einheimischen, konnten wir aber noch einen ruhigeren Ort zum Schnorcheln finden und haben auch noch einige Fische entdeckt.

Eine Person schwimmt im klaren, türkisfarbenen Wasser eines Strandes, während Boote in der Ferne zu sehen sind.

Direkt am Stadtstrand gibt es bei Mamma Pizza die beste Pizza und das leckerste Eis der Insel. Zugegeben, wir haben nicht viele italienische Restaurants ausprobiert, von daher mag die Aussage übertrieben wirken. Aber hier arbeiten 2 waschechte Neapolitaner und diese Pizza wäre selbst in Deutschland ein Dauerbrenner auf meiner Speisekarte.

Eine Pizza mit Tomatensoße und geschmolzenem Käse liegt auf einem Teller auf einem Tisch, umgeben von Gläsern und einem anderen Teller mit Muster.

Aber die Hauptstadt der Insel hat natürlich noch viel mehr zu bieten. Ganz vorne auf dieser Liste steht ein Besuch im größten Meeresaquarium von Europa, dem Poema del Mar.

Mehrere Menschen betrachten große Fische in einem riesigen Aquarium.

In einem blauen Wasserbecken schwimmen lange, schlanke Fische oder Wasserschlangen aufrecht im Sand.

Aber auch eine Tour durch die historische Altstadt gehörte für uns zum absoluten Pflichtprogramm.

Ein türkis-blaues Gebäude mit weißen Akzenten steht vor einem modernen blauen Glasgebäude, während Wolken und Palmen den Hintergrund ergänzen.

Eine historische Kirche mit schlichter Architektur steht in einer gepflasterten Straße, umgeben von Palmen und einem klaren blauen Himmel.

Eine ruhige, gepflasterte Straße ist von bunten, historischen Gebäuden umgeben.

Ein historisches Gebäude mit einer kunstvollen Tür steht neben einem achteckigen Brunnen auf einem gepflasterten Platz.

Eine ruhige, sonnige Straße in einer Stadt mit historischen Gebäuden, einem Stoppschild auf der Straße und einem Verkehrsschild mit spanischem Text.

Eine malerische Straße mit bunten Gebäuden, wo Menschen in einem Café unter Bäumen sitzen.

Ein blau gestrichenes Gebäude mit Holzbalkonen und zwei Etagenfenstern steht neben einem steinernen Gebäude, mit spanischen Fahnen auf dem Dach.

Auch die Kathedrale St. Anna in der Altstadt von Las Palmas ist einen Abstecher wert. Von hier hat man einen hervorragenden Blick zum nahen Meer und über die gesamte Stadt. Man sieht hier natürlich auch die an den Hängen der Berge klebenden bunten Häuser, für die Las Palmas bekannt ist.

Eine beeindruckende Kathedrale mit zwei Türmen und einer großen Fassade steht auf einem weitläufigen Platz, umgeben von Palmen und besuchenden Menschen.

Eine reich verzierte Kirche mit einer religiösen Statue, Kerzenständern und einem imposanten Altar im Hintergrund.

Ein kunstvoll gestaltetes gotisches Gewölbe mit farbigen Glasfenstern und einer hängenden Lampe ist zu sehen.

Stadtlandschaft mit Gebäuden, einem historischen Turm und dem Meer im Hintergrund unter blauem Himmel.

Eine Frau und ein Junge schauen von einer erhöhten Plattform auf eine malerische Stadt mit hügeligen Häusern im Hintergrund.

Hier auch noch mein Versuch diesen berühmten Schnappschuss zu machen. Leider war es stark bewölkt und die Sonne stand ungünstig, aber ich wollte die Geduld der restlichen Mitfahrer eine bessere Version dieses Fotos zu knipsen nicht überstrapazieren. Wer dieses Foto machen will, muss hier her fahren.

Bunte Häuser erstrecken sich den Hügel hinauf unter einem bewölkten Himmel in Las Palmas, Gran Canaria.

Sehenswerte weitere Orte der Insel

Ein paar weitere, kleinere Städte der Insel standen auch noch auf unserer Liste. Ein Highlight ist Puerto de Mogán, das aufgrund seiner vielen Kanäle als das Venedig des Südens gilt. Ich war ja bisher noch nicht in Venedig, aber ich befürchte der Vergleich hinkt etwas, oder wir haben hier nicht alles gesehen.

Ein charmanter Kanal fließt unter einer Brücke mit einem weiß-rot-blau eingerahmten Gebäude und grünen Fenstern hindurch.

Eine sonnige Straßenszene mit blühenden Bougainvillea-Pflanzen und mehreren Menschen, die zwischen weiß gestrichenen Gebäuden mit farbigen Fensterrahmen spazieren.

Ein weißes Gebäude mit blauen und grünen Details und einem Schild Puerto de Mogán wird von blühenden Pflanzen umrahmt.

Boote im Hafen von Puerto de Mogán vor hellen Gebäuden und Palmen.

Auch Agaete wollten wir besuchen. Auf dem Weg zur einzigen Kaffeeplantage in Europa, sind wir leider aus Zeitmangel nur durch den Ort gefahren. Nachdem wir vor 3 Jahren auf den Azoren schon die einzige Teeplantage Europas besichtigt haben, wollten wir uns dieses Achievement nicht durch die Lappen gehen lassen. Abgesehen davon hatten wir dringenden Bedarf nach einer guten Tasse Kaffee. Der Besuch lohnt sich allein schon für den leckeren Kaffee, aber die Führung ist auch gut gemacht und man lernt hier eine Menge über den Anbau und die Zubereitung von Kaffee. Und man kann selbst Kaffee rösten.

Eine Szene zeigt frische und geröstete Kaffeebohnen in Schüsseln neben einer Espressokanne und einer Tasse auf einem mit Jute gedeckten Tisch im Freien.

Üppiges grünes Blattwerk eines Kafeebusches wächst vor einer felsigen Berglandschaft unter klarem blauem Himmel.

Ein Holzlöffel rührt in einem traditionellen Tonbehälter, der von Kaffeebohnen umgeben ist.

Einmal in Agaete, waren wir natürlich auch im Hafen des Ortes, Puerto de las Nieves. Ein schönes kleines Fischerdorf, von wo aus man mit der Fähre nach Teneriffa fahren kann. Aber das eigentliche Highlight ist der Strand. Zugegeben, Strand trifft es nicht so ganz, da hier quasi nur Felsen und Steine rumliegen. Aber über ein paar Steintreppen kommt man schmerzfrei ins erfrischende Nass und oh Boy, hier kann man auch ganz hervorragend Schnorcheln.

Ein kleines, blau-weiß gestrichenes Gebäude mit bunten Bojen auf dem Dach steht auf einem sonnigen Platz.

Ein felsiger Strand mit Menschen im Wasser und in der Sonne liegend, flankiert von einem großen, zerklüfteten Hügel und einem Gebäude am Ufer.

Eine Gruppe von Menschen genießt das Schwimmen an einem Felsufer mit klarem blauem Wasser und steinernen Treppenstufen.

Zwei Personen schwimmen in klarem, blauem Wasser nahe einer felsigen Küste mit steilen Klippen im Hintergrund.

Ein großes Passagierfähre mit der Aufschrift FRED. OLSEN Express fährt in der Nähe eines Strandes mit im Wasser spielenden Menschen, während im Hintergrund hohe Berge zu sehen sind.

Tipp: Wer dem Trubel der Südstrände entfliehen und in Ruhe schnorcheln will, für den ist der Felsstrand von Puerto de las Nieves im Nordwesten goldrichtig. Das Wasser ist glasklar, wellengeschützt und voller Fische.

Mit Teror, dem kulturellen und religiösen Herz von Gran Canaria, wollten wir eine weitere sehenswerte Stadt der Insel besichtigen. Daraus wurde jedoch leider nichts, weil wir unabsichtlich in La Fiesta del Pino, das größte religiöse Fest der Insel geraten sind. Teror war mit tausenden Menschen geflutet und wir waren mittendrin. Das war ein ziemlich überwältigendes Erlebnis.

Menschenmengen versammeln sich um einen festlichen Umzug mit einem aufwendig geschmückten Wagen auf einer belebten Straße, während Blumenblätter von oben fallen.

Eine Menschenmenge versammelt sich auf einer mit festlichen Girlanden geschmückten Straße und beobachtet ein Feuerwerk im Hintergrund.

Krokodile füttern auf Gran Canaria?

Mit dem Cocodrilo Park haben wir auch noch eine Tierrettungsstation besucht, die über 25 Jahre leider ziemlich groß geworden ist, und einer großen Anzahl unterschiedlichster Tiere eine Heimat bietet. Alle dort lebenden Tiere wurden auf die kanarischen Inseln eingeschleppt oder aus den Händen von rücksichtslosen Haltern und Schmugglern befreit. Neben den namensgebenden Krokodilen, kann man hier jede Menge Amphibien, Vögel und sogar Schimpansen sehen und mit seinen Besuch bei der Finanzierung des Projektes helfen. Mir haben es vor allem die Papageien angetan, mit denen ich mich stundenlang hätte beschäftigen können. Ziemlich coole Tiere.

Ein kleiner Krokodilähnlicher Reptil liegt in einem geflochtenen Korb.

Ein farbenfroher Papagei sitzt auf einem Holzstamm vor einem Bambuszaun.

Ein grauer Papagei mit rotem Schwanz sitzt auf einem großen Baumstamm in einer natürlichen Umgebung.

Und natürlich viel Chillen

Zwischendrin gab es ausreichend Gelegenheit im sehr guten Hotel zu entspannen. Drei mal täglich leckeres Essen, vor allem viel frischen Fisch und zahlreiche Pools waren eine ziemlich gute Homebase für Urlaub auf Gran Canaria. Mir persönlich war das Hotel aber zu groß und ich würde auch keine Vollpension mit drei Mahlzeiten am Tag mehr buchen.

Ein stilvolles Gebäude mit Strohdach und hölzernen Elementen spiegelt sich in einem beleuchteten Pool bei Dämmerung wider.

Ein beleuchteter Pool mit umgebenden Palmen schafft eine entspannte Atmosphäre in der Nacht.

Eine Person entspannt sich auf einer Sonnenliege am Pool und liest auf einem E-Reader, während andere Menschen im Wasser schwimmen.

Ein beleuchteter Pool spiegelt ein modernes Gebäude und palmenartige Skulpturen in einer nächtlichen Szene wider.

Was uns sonst noch aufgefallen ist

Man kann hier erstaunlicherweise überall mit Karte zahlen. Also ich meine wirklich überall. Von der Kugel Eis bis zur Strandliege, bitte mit Karte. An einigen Stellen wird auch gar kein Bargeld angenommen. Sehr vorbildlich.

Negativ überrascht war ich von der Gedankenlosigkeit mit der einige Zeitgenossen auf Gran Canaria ihren Müll in die Umwelt kippen. Auf beinahe jedem Parkplatz hat man Bilder wie diese gesehen: Achtlos aus dem Auto geworfene Flaschen, oftmals sogar noch halbvoll. Warum macht man so etwas? Meiner Beobachtung nach waren das vor allem Spanier (ob Inselbewohner oder vom Festland kann ich nicht sagen). Das war ziemlich erschreckend.

Mehrere Plastikflaschen liegen auf dem Boden entlang eines schwarzen Kabels in einem staubigen Bereich neben einem Bordstein.

Aber ich möchte mit einem positiven Bild der Insel enden. Deshalb hier zwei Aufnahmen die der 14-Jährige und ich am letzten Morgen gemacht haben. Unser Ziel war es den Sonnenaufgang am Strand einzufangen. Leider war es zu bewölkt, um einen wirklich guten Schnappschuss zu machen.

Eine Person zieht bei Sonnenuntergang ein rotes Kajak am Strand entlang des ruhigen Meeres.

Ein Sandstrand bei Sonnenuntergang mit Wolken am Horizont und Spiegelungen im Wasser.

Insgesamt eine tolle Insel. Mir hat es vor allem der nicht ganz so heiße und weniger touristische Norden und die Berge der Insel angetan. Aber wie schon eingangs gesagt: diese Insel bietet für jeden etwas.

Die Straße (4/5)

Ein Buchcover zeigt den Titel Die Straße von Cormac McCarthy sowie einen Kommentar der Times über die furchtbare Schönheit des Werkes.

Manche Bücher liest man, andere überlebt man. Cormac McCarthy Pulitzer-gekrönter Roman »Die Straße«, gehört definitiv zur zweiten Sorte. Nach der eher mauen Nummer von Joshua Tree, fühlte sich dieses Buch wie ein emotionaler Orkan an

Die bis auf die Knochen reduzierte Story des Romans ist schnell erzählt: Irgendeine, im Buch nicht erläuterte, globale Katastrophe hat die Welt in eine graue Aschewüste verwandelt. Ein Vater und sein kleiner Sohn sind auf dem Weg nach Süden, zur Küste. Ein vages Versprechen von Wärme und vielleicht Leben schwebt über diesem Ziel. Ihr einziger Besitz ist ein Einkaufswagen mit Plunder und ein Revolver mit den letzten beiden Kugeln. Auf ihrer Reise gen Süden, begleitet sie der ständige Hunger, die erbarmungslose Kälte und die wenigen anderen Menschen, die zu Jägern geworden sind um selbst überleben zu können.

Ich muss zugeben, das ich von McCarthys Schreibstil anfangs wenig angetan war. Seine Sprache ist wie die Welt die er beschreibt, ziemlich karg, brutal, auf das absolut Nötigste reduziert. Es gibt es keine blumigen Beschreibungen, nur die harte, kalte Realität. Irgendwann habe ich aber verstanden, dass die staccato-artig gemeißelten Sätze genau so sein müssen und das Buch nur so die düstere Stimmung erzeugen kann.

Aber zwischen diesen Zeilen, in den wortkargen Dialogen zwischen Vater und Sohn, brennt ein unglaubliches Feuer. Der Roman lebt von dieser einen, unzerstörbaren Beziehung. Wie der Vater versucht, in einer Welt ohne Moral seinem Sohn Menschlichkeit beizubringen. Es wirft die Frage auf, was wir unseren eigenen Kindern als moralischen Kompass mitgeben, selbst wenn unsere Welt noch intakt ist.

Der Roman ist ziemlich schonungslos, düster und an manchen Stellen kaum auszuhalten. Man könnte ihn fast als depressiv bezeichnen. Ich denke es war gut, das ich das Buch größtenteils im Urlaub am Pool gelesen habe. Wenn es zu schwer wurde, bin ich einfach mal kurz ins Wasser gesprungen und hab mit dem 14-Jährigen rumgeblödelt.

Wie auch immer, »Die Straße« ist ein absolutes Meisterwerk. Eine brutale, aber zutiefst menschliche Geschichte über die Liebe eines Vaters und die letzte Glut von Hoffnung in der Apokalypse. Sollte man auf jeden Fall gelesen haben. Wenn du ein Buch suchst, das dich noch Tage später beschäftigen wird, dann wäre das meine Empfehlung.

McCarthy hat übrigens auch den Roman No Country for Old Men geschrieben, der von den Coen-Brüdern extrem sehenswert verfilmt wurde. Durch diesen Film ist er auch auf meinem Radar aufgetaucht. Falls ihr Empfehlungen für den nächsten McCarty habt, bitte her damit!

Der Killer (2/5)

Ein Mann im Trenchcoat und Hut hält eine Pistole, während er bedrohlich nach vorne blickt, mit dem Titel Der Killer und weiteren Produktionsdetails um ihn herum.

Auch im Flieger gesehen: Der Killer (2/5) mit Michael Fassbender als Auftragskiller. Mangels Alternativen bis zum Ende geschaut. Meine Hoffnung auf Spannungssteigerung erfüllte sich nicht. Nur gähnende Langeweile und permanent das gleiche Off-Zitat. Wenn das Kunst sein soll, ‘tschuldigung.

Good Will Hunting (3/5)

Zwei Männer sitzen nebeneinander und lächeln, umgeben von einer herbstlichen Landschaft, mit dem Titel Good Will Hunting darunter.

Ich habe auf dem Rückflug erstmals Good Will Hunting (3/5) gesehen 😳. Ein spontaner Download Minuten vor dem Abflug, und damit ist der Klassiker von 1997 auch endlich abgehakt. Mein Fazit: Ein typisches Hollywood-Märchen, arg vorhersehbar. Matt Damon und Robin Williams glaubwürdig.

Sandkunst

Ein Sandkunstwerk zeigt einen Hai, SpongeBob Schwammkopf und Patrick Star auf dem Strand in Maspalomas mit Palmen und bewölktem Himmel im Hintergrund.

San Fernando Beach Maspalomas. Sieht aus wie AI-Kunst, ist aber total analog. Und ja, das ist Gran Canaria, auch wenn es sich heute Wetter-mäßig eher nach Nordsee anfühlt.

La Fiesta del Pino 🎉🌲

Eigentlich wollten wir heute nur einen gemütlichen Bummel durch Teror machen, um das kulturelle und religiöse Herz von Gran Canaria zu erkunden. Doch schon bei der Fahrt nach oben wurde klar, das heute kein normaler Tag ist. Der linke Fahrstreifen war komplett gesperrt, und Menschenmassen schoben sich bergauf. Der Straßenrand war gesäumt von unglaublichen Müllbergen.

Oben angekommen, standen wir plötzlich mitten in der Fiesta del Pino, dem wichtigsten Fest von Gran Canaria, das jedes Jahr am 8. September zu Ehren der Virgen del Pino (also übersetzt in etwa „Jungfrau vom Pinienbaum“) stattfindet.

Menschenmengen versammeln sich um den festlichen Umzug zu Ehren der Virgen del Pino in Treror mit einem aufwendig geschmückten Wagen auf einer belebten Straße, während Blumenblätter von oben fallen.

Der Ursprung dieser Verehrung reicht ins 15. Jahrhundert zurück, als die Jungfrau Maria einem Hirten unter einer Pinie in Teror erschienen sein soll. Seitdem gilt sie als Beschützerin der Insel, und einmal im Jahr verwandelt sich das Dorf in ein vibrierendes Fest, an dem wir nun zufällig teilhaben konnten.

Ein religiöses Plakat auf Spanisch kündigt Veranstaltungen zu Ehren der Virgen del Pino für September 2025 an.

Aber all das wussten wir nicht. Das Internet war längst überlastet und die Spanier die wir angesprochen haben waren weder des Englischen noch Deutschen mächtig, und unser Spanisch zu schlecht. Und so sind wir einfach mit dem Strom der Massen geschwommen. Klar war, das ein religiöses Fest stattfindet. Was genau uns erwartet, blieb für 1 ½ Stunden, die wir in sengender Hitze ausgeharrt haben, bis zuletzt eine Überraschung.

Ein Polizeibeamter der Policía Local sichert eine von Zuschauern gesäumte Straße während einer Veranstaltung in einer Stadt.

Eine Menschenmenge versammelt sich auf einer belebten Straße in einer spanischen Stadt, die mit bunten Wimpeln und typischen kanarischen Balkonen geschmückt ist.

Es war heiß, es war voll, es war laut und wir wollten mehrfach einfach wieder gehen, an den Strand oder in irgendein Café.

Na jedenfalls ging es dann irgendwann mit einem Feuerwerk los, das in buntem Rauchschwaden gemündet ist.

Eine Menschenmenge versammelt sich auf einer mit festlichen Girlanden geschmückten Straße und beobachtet ein Feuerwerk im Hintergrund.

Und dann hat sich die Prozession endlich durch die engen Gassen geschoben. Gefilmt vom spanischen Fernsehen und begleitet von Priestern in goldbestickten Gewändern, Soldaten und lokalen Politikern, wurde die Virgen del Pino auf einer prachtvollen Sänfte durch das beschauliche Teror getragen. Von den Balkonen regnete es Rosenblätter. Und auf die Rufe „¡Viva la Virgen del Pino!“, haben tausenden Kehlen „¡Viva!“ zurückgeschmettert.

Menschen in weißen Gewändern nehmen an einer religiösen Prozession auf einer belebten Straße mit Zuschauern und geschmückten Gebäuden teil.

Menschen nehmen in traditioneller Kleidung an einer Prozession in einer belebten, mit Fahnen dekorierten Straße teil.

Ein Festzug mit bunt gekleideten Teilnehmern und einem aufwendig geschmückten Wagen zieht durch eine belebte Straße mit Zuschauern, während Menschen aus den Fenstern schauen.

Eine Prozession zieht durch eine belebte Straße, begleitet von Zuschauern und geschmückten Gebäuden.

Ich bin ja eher der Atheist in unserer Familie, aber in diesem Moment musste sogar ich mit meinen Emotionen kämpfen.

Und dann, plötzlich, war alles vorbei. Also zumindest die Prozession, aber die Party hat für die Einheimischen wohl erst begonnen.

Kinder spielen auf einer mit roten Blütenblättern bedeckten Straße, umgeben von anderen Personen.

Was für ein schöner Zufall, dass wir dieses Schauspiel erleben durften. Ich habe ein paar Szenen gefilmt und am Abend, mit den begrenzten Möglichkeiten am Smartphone zu diesem Video zusammengeflippert.

Leuchtreklame

Ein rotes Neonlicht in Form eines Pizzastücks leuchtet vor einem dunklen Hintergrund.

Leuchtreklame. Und jetzt bekomme ich Hunger.

Auf dem Dach von Gran Canaria

Heute habe ich die zweite, und zumindest für diesen Urlaub auch letzte Wandertour auf Gran Canaria gemacht. Für die geplante dritte Tour reicht die verbleibende Zeit leider nicht mehr, da auch noch einige andere geplanten Unternehmungen auf dem Zettel stehen.

Heute ging es auf den mit 1.949 Meter höchsten Punkt der Insel, den Pico de las Nieves. Okay, eigentlich ist der Morro de la Agujereada seit spätestens 2006 offiziell der höchste Gipfel, aber das weiß ich auch erst jetzt, als ich diesen Bericht hier tippe. Das wäre dann also Tour Nummer 4, die diesen Urlaub nicht mehr stattfindet.

Wie schon bei der ersten Wanderung hat sich die Fahrt nach oben gezogen wie ein Kaugummi. An der Caldera de los Marteles war Zeit für eine kurze Pause und ein Blick über die morgendliche Caldera und natürlich auch ins wolkenverhangene Tal.

Ein trockener Krater mit spärlicher Vegetation umrahmt von Hügeln und Bäumen unter einem klaren Himmel.

Eine landschaftliche Aussicht zeigt ein Gebirge mit Bäumen im Vordergrund und Wolken am Horizont.

Los ging die Tour am Llanos de La Pez. Von dort ging es nach einem kurzen Aufstieg über den Staudamm Presa de los Hornos, in dem aber de facto kein Wasser mehr war.

Die Staumauer des Presa de los Hornos umgeben von Bäumen in einer bergigen Landschaft.

Blick von der Staumauer des Presa de los Hornos auf einen üppigen Wald mit hohen Kiefern und hügeligen Gelände.

Der Stausee Presa de los Hornos ist von trockenen Landschaften und Vegetation umgeben, wobei der Wasserspiegel niedrig erscheint.

Hier ist mir auch zum ersten Mal aufgefallen, dass die Sicht stark eingeschränkt ist und nebelig wirkt. Weiter oben konnte ich zwar noch bis zum Roque Nublo sehen, aber auch nicht weiter. Eine kurze Recherche ergab, dass der Sahara-Sand in den nächsten Tagen die Sicht raubt. Das Ganze heißt übrigens Calimar und kommt gar nicht so selten auf den Kanaren vor.

Eine felsige Landschaft mit trockener Vegetation umgeben von hohen Felsformationen und einem blauen Himmel im Hintergrund.

Ein schmaler Wanderweg führt zwischen felsigen Klippen und grünem Gebüsch unter einem klaren blauen Himmel hindurch.

Eine felsige Landschaft mit einem klaren Himmel und einem Aussichtspunkt auf der rechten Seite.

Ein felsiger Berghang mit einem nebligen Tal im Hintergrund.

Vegetation gibt es hier oben etwas mehr wie im Tal. Vor allem die ausgedehnten Kiefernwälder machen das Wandern auch bei Sonnenschein angenehm.

Eine stachelige Pflanze mit gelben Blüten wächst auf einem felsigen Untergrund in einer bergigen Landschaft.

Eine waldige Berglandschaft mit Kiefern und einem umgefallenen Baumstamm im Vordergrund.

Eine bergige Landschaft mit zahlreichen Bäumen und Felsen.

Eine felsige Landschaft mit einem abgestorbenen Baumstamm im Vordergrund und einigen grünen Kiefern im Hintergrund.

Auf dem Campanario habe ich mich beim Abstieg verstiegen und bin dann mit viel Schweiß durch einen Kamin wieder auf dem Wanderweg gelandet.

Viele Wege liegen voller Kiefernnadeln auf denen man auch ganz hervorragend ausrutschen kann.

Ein Waldweg ist mit trockenen Kiefernzweigen und Steinen bedeckt, umgeben von hohen Bäumen.

Auf dem Pico de las Nieves angekommen, musste ich feststellen das man auch hier rauf fahren kann. Hätte ich eigentlich vorher wissen können, nachdem der Gipfel auch militärisch genutzt wird. Na ja, war jedenfalls dementsprechend voll hier oben.

Eine Gruppe von Menschen steht auf dem Pico de las Nieves mit Bergen im Hintergrund.

Ein Schild mit der Aufschrift Military Area - No Trespassing hängt an einem Metallzaun, der ein Gelände mit militärischen Einrichtungen auf dem Pico de las Nieves umgibt.

Ich hab mich dann schnell auf den Rückweg gemacht. Der hat mich durch einen Kiefernwald geführt, in dem scheinbar ein Waldbrand gewütet hat. Sämtliche Stämme der Kiefern waren verkohlt, aber erstaunlicherweise haben die Bäume (wieder?) Nadeln gehabt. Und hier gab es die größten Kiefernzapfen, die ich auf Gran Canaria bisher gefunden habe.

Hohe Kiefern mit verkohlten Baumstämmen stehen auf einem felsigen Boden in einem bewaldeten Gebiet.

Eine Hand hält einen großen Kiefernzapfen auf einer asphaltierten Straße.

Auch der Weg ins Tal war ziemlich neblig und die Sicht arg eingeschränkt. Ganz unten angekommen war der Sahara-Wind überall, nur dass man hier unten noch nicht einmal den blauen Himmel mehr gesehen hat.

Eine kurvenreiche Bergstraße in Gran Canaria führt an einem Kilometerstein vorbei, umgeben von karger Landschaft und Felsen.

Fazit: Wenig anstrengende Tour, die eigentlich keine wirklichen Herausforderungen beinhaltet. Einzig auf dem Campanario muss man aufpassen, wo man langgeht, da die Wege kaum zu sehen sind. Kann man gut, auch ohne Wanderschuhe, machen.