No Country for Old Men (5/5)

Drei Männer blicken ernst in die Kamera über dem Titel No Country for Old Men, während eine Figur unten vor einem Auto flieht.

Es gibt wenige Filme die mich sprachlos machen, aber No Country for Old Men (5/5) hat es geschafft. Hart erzählt, brilliant gespielt. Keine Antworten, nur Fragen nach Sinn, Moral und Schicksal. Sogar das Ende ist ein großes Fragezeichen. Für mich der reifste Film der Coen-Brüder.

Slow the fuck down!

Ich trage seit November 2017 eine Apple Watch, und seit dem ersten Tag auch wirklich dauerhaft, also auch zum Schlafen. Mein Haupttreiber damals waren gewisse gesundheitliche Entwicklungen, die ich zum einen überwachen und zum anderen, angetrieben durch die Daten der Uhr, aktiv verändern wollte. Und genau diese aktive Veränderung hat hervorragend funktioniert. Ich habe eine feste Fitnessroutine entwickelt, meine Werte haben sich durch den veränderten Lebensstil deutlich verbessert, und nach zwei Jahren konnte ich alle Medikamente wieder absetzen und benötige sie auch bis heute nicht mehr.

Nach fünf Jahren stellte sich jedoch eine gewisse Unzufriedenheit ein, die ich anfangs gar nicht richtig greifen konnte. Einerseits war ich frustriert über die eingeschränkten Möglichkeiten, ein wirklich ansehnliches Design für die Uhr zu gestalten. Andererseits hatte sich schleichend ein Zwang etabliert, die Ringe schließen zu müssen – komme, was wolle.

Mitmenschen ohne Apple Watch erklärten mich in dieser Phase wortwörtlich für bescheuert und bezeichneten mich als Geißel meiner Uhr. Aber was sollte daran verkehrt sein, im strömenden Regen noch eine Runde zu drehen, nur um ein paar Kalorien oder Stehminuten einzusammeln? Für mich war das völlig normal und schließlich auch gesund, ich bewegte mich ja. Verstehen konnten das wohl nur andere Apple-Watch-Besitzer, die man oft daran erkannte, dass sie zum Schließen des Stehrings im Sitzen den Arm auf und ab pendelten und nach dem leisen Pling kurz zufrieden lächelten.

Ich kann gar nicht genau sagen, was genau den Ausschlag gegeben hat, aber im April 2022 habe ich die Reißleine gezogen und bin von heute auf morgen auf eine Withings ScanWatch umgestiegen. Nach vielen Jahren mit einem Miniatur-iPhone am Handgelenk, optisch ein echter Leckerbissen. Und das Beste war, dass hinter ihrem analogen Äußeren moderne Technik steckt, die weiterhin alle Gesundheitsdaten aufgezeichnet hat, nur eben ohne Ringe. Das fühlte sich sehr befreiend an. Leider waren die Daten selbst für meine nur mittelmäßigen Ambitionen, mich fit zu halten, nicht zu gebrauchen. Der Herzfrequenzsensor war einfach zu ungenau und damit jede Auswertung meiner sportlichen Aktivitäten wertlos. Ich habe noch versucht, die ScanWatch zu retten, in dem ich für sportliche Aktivitäten einen Brustgurt anstatt der Uhr verwendet habe. Aber irgendwann musste ich mir eingestehen, dass mein Anspruch an Datenqualität zu einem komplizierten Setup geführt hat, mit dem ich bald noch unzufriedener war. Ab August 2022 war ich dann wieder mit der Apple Watch unterwegs, aber meine Einstellung zu der Uhr hatte sich komplett geändert.

Streaks und geschlossene Ringe haben mich nicht mehr interessiert. Apps wie Athyltic und Bevel, die mir erklären wollten, wie leistungsfähig ich heute bin oder wie ich mich fühlen sollte, hatten ihren Reiz verloren. Anfangs habe ich den Hype mitgemacht und ausnahmslos wirklich jede App getestet und auch ordentlich Geld investiert. Mittlerweile kann ich darüber nur noch schmunzeln. Wie ich mich fühle, weiß ich selbst am besten, und ob ich Sport mache oder nicht, hängt von meiner Lust, meinem Kalender und meinem Energielevel ab.

Ein Mann trägt eine Laco Stuttgart Pro mit einem blauen Zifferblatt und einem dunkelblauen Armband, während im Hintergrund eine Zimmerpflanze steht.

In diesem Jahr hat sich dann wie aus dem Nichts eine Neugier für mechanische Uhren entwickelt. Ich war plötzlich in Uhrenforen unterwegs, habe mich in Details verschiedener Uhrwerke eingelesen und eine Wunschliste von Uhren erstellt, die ich wirklich absolut unbedingt besitzen muss. Oh ja, ich war wirklich tief im Hasenbau. Irgendwann habe ich mir eine Laco Stuttgart Pro als Geschenk an mich selbst gegönnt. Eine gut balancierte Uhr für den Einstieg in diese für mich neue Welt von einer deutschen Uhrenmanufaktur mit einer langen Tradition. Die Uhr gefällt mir ausgesprochen gut, ich trage sie regelmäßig und gern. Und die Apple Watch kommt eigentlich nur noch für sportliche Aktivitäten an den Arm und natürlich Nachts, für das Schlaftracking und noch wichtiger, dem lautlosen Wecker, der mich sanft aus dem Schlaf holt.

Ein Screenshot einer Website namens Clement Design Studio zeigt eine stilvolle Armbanduhr und beschreibt das Design und die Herstellung des Paris Toulouse GMT Modells.

Dieses Video, das mir Felix in meinen Feedreader gespült hat, hat mich absolut fasziniert. Es transportiert für mich zum einen die Faszination, die mechanischen Uhren auf mich haben, und zum anderen bin ich immer geflasht, wenn Menschen etwas derart beherrschen, dass sie zum absoluten Experten in diesem Metier werden. Im Video wird der Brooklyner Uhrmacher Giles Clement porträtiert, der nicht nur die Teile für seine handgemachten Uhren selbst herstellt, sondern gleich auch noch die Maschinen zur Produktion. Das ist Handwerk, Technik, Ingenieurskunst und eine Prise Wahnsinn in ihrer reinsten Form. Und weil eine GMT-Uhr ohnehin sehr weit oben auf meiner Wunschliste steht, habe ich die Paris Toulouse GMT kurzerhand an die Spitze dieser Liste gesetzt.

Was will ich mit diesem Artikel sagen? Vielleicht ist er am ehesten als ein Plädoyer gegen Zwang, Datensammelwahn und ständige Selbstoptimierung zu verstehen. Ein Aufruf, Schluss mit Apps zu machen, die nur bestätigen, was man ohnehin längst selbst spürt. Und stattdessen mehr Zeit für das Jetzt, Raum für echte Dinge und Gefühle, die Bestand haben, für Leidenschaft, für das Leben selbst und für das Vertrauen in sich selbst. Für die Erkenntnis, dass man alles schaffen kann, aber nichts muss.

Kurz: Slow the fuck down!

Improvisiertes Erdbeer-Tiramisu

Von der Backaktion der 17-Jährigen standen noch viel zu viele Erdbeeren und eine Handvoll Brombeeren rum, die vermutlich morgen in der Tonne gelandet wären. Eis war keins im Haus, also musste ein anderer Nachtisch her.

Mein erster Gedanke war Tiramisu. Mascarpone hatten wir zwar keine, dafür aber 2 angebrochene Becher Schmand (fragt nicht wieso), und Löffelbiskuits sind sowieso Standardvorrat. Also gab es ein improvisiertes Erdbeer-Brombeer-Tiramisu, das erstaunlich schnell zusammengerührt war.

Eine Nachspeise aus Schichten von Früchten, Sahne oder Joghurt und weißer Schokolade in einer Glasform auf einem Holztisch.

Zutaten

  • 200 g Sahne
  • 200 g Schmand
  • Vanillezucker
  • Löffelbiskuits
  • Milch
  • Erdbeeren
  • Brombeeren
  • Weiße Schokolade

Zubereitung

  1. Sahne steif schlagen.
  2. Schmand mit Vanillezucker verrühren und die Sahne unterheben.
  3. Löffelbiskuits kurz in Milch tunken und in eine Form legen.
  4. Eine Schicht der Creme darauf verteilen.
  5. Erdbeer- und Brombeerwürfel darübergeben.
  6. Restliche Creme darüber verteilen und mit den restlichen Beeren und weißer Schokolade dekorieren.
  7. Zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Nach zwei ungeduldigen Stunden im Kühlschrank war alles ordentlich durchgezogen und dann auch ratzfatz aufgegessen.

Ted (2/5)

Ein Mann und ein Teddybär stehen vor Urinalen in einem Badezimmer unter dem Schriftzug Ted.

Ich habe Ted (2/5) gesehen. Freiwillig hätte ich mir den vermutlich nie angetan, aber heute durfte der 13-Jährige das Abendprogramm bestimmen. Handlung? Ein erwachsener Mann lebt mit einem sprechenden verhaltensauffälligen Teddybären zusammen. Und ja, es ist genauso schrecklich wie es klingt.

Erster!

Bisher war ich ja nur bei Teamevents mit dem Gokart unterwegs. Heute zum ersten Mal mit dem 13-Jährigen und der besseren Hälfte. Ebenfalls ein Novum war die Fahrt in elektrischen Gokarts. In meinen Augen viel besser als Benziner. Bessere Beschleunigung und wesentlich angenehmer von der Lautstärke. Definitiv ein richtiger Schritt zur Verbesserung des Gesamterlebnisses.

Eine Person in roter Kleidung und Helm sitzt in einem grünen Gokart in einer Halle.

Eine E-Mail zeigt Rennergebnisse einer Go-Kart-Veranstaltung, einschließlich der Platzierungen und Rundenzeiten von René Fischer.

Mit dem Zug in die Berge

Heute war es endlich so weit: Meine bessere Hälfte war nach knapp 6 Jahren mal wieder zusammen wandern. Der mittlerweile 13-Jährige war, wie im September 2019 auch wieder dabei, natürlich wieder in Turnschuhen. Diese Wanderung ist damals leider etwas schiefgegangen und wir haben die Bergwacht gebraucht, um wieder heil vom Berg herunterzukommen. Also schon verständlich, dass eine gewisse Angst vorhanden war, dass die Tour im Desaster endet.

Das Ziel war also eine Tour zu planen, die sehenswert ist, aber auf keinen Fall zu viel bergauf gehen sollte. Mein Vorschlag, mit der Zahnradbahn auf den Wendelstein hochzufahren, und von dort über ein paar Berggipfel zur Mitteralm abzusteigen, und wieder zur Talstation zu fahren, schien genau das zu versprechen und wurde genehmigt.

Also ging es heute um 11 Uhr mit der Zahnradbahn auf den Wendelstein und von dort natürlich zuallererst zum Gipfel. Anschließend sind wir über den Panoramaweg in Richtung Soinwand. An der Soinwand angekommen, sind wir über die Kesselwand in Richtung der Lacherspitz gegangen und haben diese dann auch erfolgreich bestiegen.

Anschließend sind wir am Seewandköpfl in Richtung Mitteralm auf den felsigen Weg in den Kessel abgestiegen. Das lief auch soweit ganz gut, bis wir dann auf einem schmalen Pfad zum Soinsee abgebogen sind. Der Weg war ehrlichweise nicht wirklich vorhanden, aber da wir die letzte Bahn auf keinen Fall verpassen wollten, haben wir uns dafür entschieden, diesem kaum sichtbaren Weg im Gras zu folgen. Das war zwar nicht wirklich gefährlich, aber eine echte Plackerei, hat uns aber bestimmt 1 Stunde Zeit eingespart.

Von dort ging der Abstieg weiter über steinige Serpentinen nach unten, bis wir dann endlich, 50 Minuten vor der letzten Talfahrt, in der Mitteralm angekommen. Als Belohnung gab es dann natürlich noch Kaffee und Kuchen, und auch kaltes Radler. Danach ging es dann ab ins Tal.

Fazit: Auch wenn es zwischendrin mal Gemotze gab, haben wir die Tour sehr genossen. Mit 3,5 Stunden war meine, und die Schätzung von Komoot viel zu optimistisch. Für den Abstieg muss auf jeden Fall mehr Zeit einplanen und den Weg zum Soinsee sollte man aus meiner Sicht nur gehen, wenn man im selbigen baden gehen will.

Ein Junge im blauen Trikot schaut aus dem Fenster eines blauen Zuges auf eine malerische Berglandschaft mit grünen Wiesen und Bäumen.

Der felsige Gipfel des Wendelstein mit Wegweisern und dem Sendeturm vor einem klaren blauen Himmel.

Zwei Personen wandern auf einem Bergpfad neben einer Forschungsstation mit Antennen und Kuppeln, umgeben von grüner Vegetation und einem weiten Blick auf die Landschaft.

Eine malerische Berglandschaft, mit einer Eisenbahnlinie, die in einen Tunnel führt, und einem Gebäude, das auf einem Hügel thront, umgeben von grüner Vegetation.

Die Wendelsteinzahnradbahn fährt entlang einer Gebirgsstrecke, die von grünen Hügeln und Felsen umgeben ist.

Ein Gipfelkreuz steht auf einem felsigen Berggipfel, mit einem Sender in der Ferne und klarem blauen Himmel.

Eine Herde Kühe weidet auf einer grünen Almwiese vor einem Bergpanorama.

Der Soinsee liegt eingebettet in einer grünen Almlandschaft mit bewaldeten Hügeln und felsigen Bergen im Hintergrund.

Eine gelbe Wendelsteinbahn fährt durch eine bewaldete Berglandschaft.

Das Bahngleis der Zahnradbahn führt durch eine bewaldete Landschaft mit Bäumen und Sonnenschein.