Nach so vielen Stunden im Auto und Tagen ohne eine einzige Erhebung, wollte ich dringend wieder in die Berge. Zum Glück versprach das Wetter heute einen guten Tag und so habe ich die vor kurzem abgebrochene Tour zum Taubenstein (1.692m) gemacht. Diesmal alleine, weil der 15-Jährige wohl mal wieder im eigenen Bett ausschlafen wollte.

Anders als gewohnt, habe ich ebenfalls ausgeschlafen und bin erst deutlich nach 9 Uhr losgefahren, war demzufolge auch erst am Start der Tour angekommen, als die ersten schon wieder vom Berg runtergekommen sind.

Nach dem ersten schweißtreibenden Aufstieg, habe ich mich rechts gehalten und bin in Richtung der kleinen Kapelle gegangen. Von dort ging es dann auf sichtlich wenig begangenen Pfaden durch ein kleines Waldstück

Weidezaun über einem Schotterweg, daneben Warnschild „Weideschranke durch Schaltmagnet“; Kühe auf einer Almwiese vor Wald und Bergen.

Steiniger Wanderpfad durch lichten Bergwald mit umgestürztem Baum und Blick auf bewaldete Hänge unter blauem Himmel

Schild „Fussspur“ mit Pfeil nach links an einem schmalen Waldpfad zwischen Fichten

Am Ende des Waldstücks gab es dann den ersten Blick auf den Taubenstein, aber bis zum Gipfel war es noch ein gutes und steiles Stück bergauf, in der nun mehr knalligen Mittagssonne.

Schmaler Steinpfad über eine Almwiese zum bewaldeten felsigen Taubenstein unter blauem Himmel mit Seilbahn und Stromleitungen.

Gelbe Gondel der Taubensteinbahn über Almwiesen und bewaldeten Berghängen vor felsigen Gipfeln unter bewölktem Himmel

Zum Taubensteingipfel selbst war eine kurze und eher harmlose Klettereinlage notwendig um dann den phantastischen Blick genießen zu können.

Steiler felsiger Bergpfad mit roten Markierungen zwischen schroffen Kalkfelsen und Graspolstern unter blau bewölktem Himmel

Gipfelkreuz auf felsigem Berggrat vor weitem Alpenpanorama unter blauem, leicht bewölktem Himmel

Auf dem Taubensteingipfel hatte ich dann die fixe Idee, ganz spontan auch noch die Aiplspitz (1.759) mitzunehmen, auch wenn sie nicht Teil der geplanten Route war. Ich wusste das der Weg dorthin etwas ausgesetzter war und in meiner App konnte ich auch sehen, das der Weg ab dem Tanzeck (1.702m) als T4 eingezeichnet war. Aber ich habe mich gut gefühlt und hatte Bock auf Berge, also stand der Plan.

Also ging es wieder runter vom Taubenstein, an der Taubensteinbahn vorbei in Richtung Rauhkopf (1.689m)

Braun-weiße Kuh auf einer Almwiese vor Fichten und Bergpanorama bei blauem Himmel

Bergwanderweg über Almwiesen zur Taubensteinbahn-Bergstation, links ein Felsgipfel und Nadelwald, im Hintergrund Berge unter blauem Himmel mit Wolken

Gipfelkreuz auf felsigem Berggrat mit Blick auf bewaldete Hänge und die Alpen unter blauem, leicht bewölktem Himmel

Vom Rauhkopf aus konnte ich die Aiplspitz schon sehen. Auch wenn es langsam immer bewölkter wurde, das DAV-Bergwetter hatte, wenn überhaupt, nur einen kurzen Schauer und auf keinen Fall Gewitter vorhergesagt. Also ging es weiter, wieder bergauf in Richtung Tanzeck über herrliche Bergwiesen.

Grashang mit Fichten und Weidezaun in den Bergen, links bewaldete Gipfel unter blauem, leicht bewölktem Himmel

Zwei verblühte Silberdisteln zwischen Gras und stacheligen Blättern auf einer Bergwiese

Beim Blick zurück über den Raukopf konnte man einen wundervollen Blick auf die Rotwand bekommen.

Grasiger Berggrat mit schmalem Wanderpfad, felsigen Hängen und bewaldeten Gipfeln unter wolkigem Himmel

Am Tanzeck, das man selbst übrigens nicht (über einen gesicherten Weg) besteigen kann, gab es dann auch direkt die ersten Seilsicherungen und ausgesetzten Stellen. Aber wenn man diese ersten Hürden überwunden hat, wird es danach zum Glück nicht mehr schlimmer.

Felsiger Berggrat mit Drahtseilsicherung und Latschenkiefern unter bewölktem Himmel

Schmaler, felsiger Bergpfad durch Latschenkiefern auf einem Grat, links ein Gipfel mit Kreuz unter leicht bewölktem Himmel

Kurz vor dem Gipfel der Aiplspitz sind die ersten Tropfen gefallen und ein paar Wanderer sind mir sehr aufgeregt auf dem Kamm entgegenkommen. Von der Hysterie habe ich mich kurz anstecken lassen, dann aber nach einem Blick auf das Wolkenradar der DWD-App entschieden, das ich das Risiko eingehe und zum Gipfel aufsteige. Ich hatte ohnehin bereits 98% des Weges hinter mir und wenn es anfängt zu regnen, musste ich den Kamm so oder so im Regen meistern.

Den Gipfel mitzunehmen, war dann auch die richtige Entscheidung. Es hat nicht geregnet und die Wolken haben sich 15 Minuten später, wie vom DWD prognostiziert, verzogen und die Sonne kam raus.

Gipfelkreuz mit rostigem Gipfelbuchkasten in felsigem Gelände unter bewölktem Himmel

Schmaler felsiger Bergpfad auf einem Grat mit Blick auf bewaldete Gipfel und weite Alpenlandschaft unter bewölktem Himmel

Der Weg zurück hat mich dann auf einem nicht eingezeichneten Weg zur Schönfeldhütte geführt. Dort bin ich letztes Jahr im Herbst schon mal vorbeigekommen und wäre wahnsinnig gern eingekehrt, wollte aber das Risiko nicht eingehen im Dunkeln absteigen zu müssen.

Almwiese mit kleinem Holzhaus, abgestorbenen Ästen und Blick auf bewaldete Bergrücken und felsige Gipfel unter blauem Himmel

Aber heute hatte ich Zeit und vor allem Hunger. Also habe ich mir Rote Beete- und Spinatknödel gegönnt. Man war das lecker. Ohne Übertreibung, das beste was ich bisher auf einer Hütte gegessen habe.

Teller mit zwei Knödeln in Buttersoße, garniert mit Frühlingszwiebeln, Kräutern und Kirschtomaten, daneben eine Bierflasche auf dem Tisch

So gut gestärkt und mit dem Spitzingsee in Blick konnte es dann an den finalen Abstieg gehen. Schöne Tour, die ich morgen hier auch nochmal als GPX einbinde.

Blick von einer Almwiese mit Weg auf bewaldete Berge und einen See im Tal bei sonnigem Wetter