Felix fand es inspirierend, Connor dabei zuzuschauen, wie er eine Blockbuster-Filiale baut. Und ja, auch mich hat es in den Fingern gejuckt mal wieder in diese Welt einzutauchen.
Begonnen hat diese Leidenschaft mit der Modelleisenbahn meines Vaters, die er meinem Bruder und mir zu Weihnachten geschenkt hat. Ich muss damals 7 oder 8 Jahre alt gewesen sein, als ein aufklappbarer Schrank in unser Kinderzimmer eingezogen ist, in dem sich die erstaunliche Miniaturwelt verborgen hat. Natürlich war das eigentlich das Spielzeug meines Vater, aber je älter wir wurden, desto mehr durften wir diese Welt auch mitgestalten. Im Gegensatz zu meinem Bruder, war ich vollkommen angefixt und hab ziemlich viel Taschengeld in die Erweiterung dieser kleinen Landschaft gesteckt.
Irgendwann kam dieser Moment, wo man nichts sinnvolles mehr auf der Platte unterbringen konnte, aber zum Glück gab es im Modellbahnladen meines Vertrauens noch viele andere spannende Sachen. Und so bin ich irgendwann auf Modellbau umgestiegen und habe noch mehr Geld in kleine Plastikteile, Kleber und Farbe investiert. Dabei hat es mich schon immer fasziniert, die Modelle realistisch zu gestalten, das heißt, meine Autos und U-Boote standen schmutzig und rostig auf ihren eigenes gebauten Sockeln.
30 Jahre später fasziniert mich diese Welt noch immer. Es ist wirklich erstaunlich, was die heutige Modellbauwelt alles zu bieten hat.



Und wie bei allem, kann man auch bei diesem Hobby richtig tief gehen und auch locker 10 Tage in einen '69 Camaro von Revell investieren.
Ich könnte stundenlang zuschauen, wie Farbschicht über Farbschicht aufgebracht wird, und aus weißen Plastikteilen ein detailgetreues Modell wird.
Aber bei aller aufflammenden Leidenschaft weiß ich auch, das dieses Hobby für meinen Hang zum Perfektionismus am Ende vermutlich gar nicht so entspannend wirkt, wie ich es mir jetzt gerade einbilde. Vermutlich ist es besser für mich, einfach weiterhin anderen Menschen zuzuschauen, wie sie solche Modelle vor der Kamera bauen.