Filmplakat zu „Helden der Wahrscheinlichkeit“ mit fünf Figuren vor hellem Hintergrund, rotem Titeltext und Zitaten; ein Mann hält eine Waffe.

Helden der Wahrscheinlichkeit1 ist eine rabenschwarze dänische Action-Komödie über ein paar Außenseiter, die alle auf ihre eigene Art einen Schlag weg haben und gemeinsam auf einen blutigen Rachefeldzug gegen eine Rockerbande ziehen.

Dabei wechselt der Film rasend schnell zwischen Trauer und philosophischen Fragen über Verlust und Zufall, unbändiger Härte, kompletter Ablehnung der eigenen Verletzlichkeit und schließlich blinder Rache. Garniert wird das Ganze mit bitterbösen Dialogen und jeder Menge Situationskomik. Ehrlicherweise wusste ich oft nicht, an welchen Stellen Lachen angebracht ist und an welchen nicht. Genau diese merkwürdige Unklarheit und einige der im Film geäußerten Sichtweisen haben mich am Ende dann doch noch eine Weile beschäftigt, um nicht zu sagen genudged, auch mal wieder die eigene Perspektive zu hinterfragen.

Fazit: Kann man wirklich gut schauen und sich dabei bestens unterhalten fühlen. Und man muss da auch wirklich kein Drama draus machen, wie ich es gerade mache ;)

  1. Schon lange keinen mehr so unpassend ins Deutsche übersetzten Filmtitel gesehen. Im Original heißt der Film “Riders of Justice”, was nicht nur näher am Plot ist, sondern auch darauf verzichtet vermeintliche Helden zu benennen, die es in diesem Film gar nicht gibt.