Außen rau, innen royal

Aufgeschnittene Mangostan, die Königin der Früchte

Heute ist mir beim Einkaufen dieses eigenwillige Ding in der in die Hände gefallen. Auf dem Schild stand „Mangostan - Königin der Früchte“. Klang spannend, also hab ich spontan mal zwei eingepackt.

Zuhause direkt probiert, und wow ist das Ding lecker. Geschmacklich irgendwo zwischen Pfirsich und Litschi, unglaublich saftig. Mit fast 2 Euro pro Stück eher kein Schnäppchen, aber kann man sich mal gönnen.

Rush (4/5)

Filmplakat für den Film Rush (2013). Es zeigt die Hauptdarsteller Chris Hemsworth (rechts, mit langen blonden Haaren) und Daniel Brühl (links, mit dunklen Haaren) in roten Rennfahreranzügen. Über ihren Köpfen steht der Slogan "EVERYONE'S DRIVEN BY SOMETHING". Am unteren Rand sind die Namen der Hauptdarsteller und der Filmtitel RUSH, untertitelt mit "BASED ON A TRUE STORY", zu sehen.

Ich bin ein großer Fan von Biopics und habe auch einige Jahre ernsthaft Interesse an der Formel 1 gehabt. Also eine gute Kombination um sich mal Rivalität zwischen den Formel-1-Fahrern James Hunt und Niki Lauda während der Saison 1976 in Rush – Alles für den Sieg (4/5) zu Gemüte zu führen.

Am meisten hat mich ehrlich gesagt die schauspielerische Leistung von Daniel Brühl bewegt. Er spricht nicht nur wie Lauda, er ist Lauda. Man nimmt ihm besonders die Härte ab, die sich nicht nur gegen andere, sondern vor allem gegen ihn selbst richtet. Diese Kompromisslosigkeit, mit der Lauda sich nach seinem Unfall zurück ins Cockpit kämpft, bringt Brühl mit beeindruckender Intensität auf die Leinwand.

Sehenswert, nicht nur für Petrolheads.

Adolescence (5/5)

Filmposter für die Netflix-Miniserie „Adolescence“. Es zeigt das ernste Gesicht eines jungen Jungen, der teilweise von einer unscharfen Figur im Vordergrund verdeckt wird.

Uff! Die vier Folgen der Miniserie Adolescence (5/5) haben es in sich und ziehen einen ohne Pause in das Chaos einer Familie, deren 13‑jähriger Sohn wegen Mordes an einem Mädchen verhaftet wird. Alles ist in One‑Takes gefilmt und so hautnah inszeniert, dass man sich fühlt als würde man mit am Esstisch sitzen. Absolut sehenswert, wenn auch wirklich keine leichte Kost.

The Father (4/5)

Filmposter für „The Father“ mit Nahaufnahmen der Hauptdarsteller Olivia Colman und Anthony Hopkins, sowie Text zu Auszeichnungen und Kritiken.

Wer bisher dachte, Anthony Hopkins Paraderolle ist die des Hannibal Lecter in Das Schweigen der Lämmer, der sollte unbedingt The Father anschauen. Hopkins spielt den an Demenz erkrankten Vater mit so viel Gefühl, das man Angst bekommt er sei wirklich krank und man habe einfach nur die Kamera draufgehalten.

Ich war jedenfalls oft einfach nur sprachlos und habe mich ehrlich gesagt mehr als einmal gefragt, wie es wäre, selbst so die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren. Aber man sieht eben auch die Seite der Angehörigen und wie kraftraubend eine solche Diagnose eines Angehörigen für das eigene Leben sein kann.

Ein Film der einen nicht mehr so leicht loslässt. Unbedingt sehenswert.

Kurze Atempause

Ich bin ja kein sonderlich großer LinkedIn-Fan, aber für Events wie die DocuWorld 2025 EMEA gibt es tatsächlich kaum einen besseren Ort, um Danke zu sagen und ein paar Eindrücke zu teilen.

Was für eine Veranstaltung! Erstklassige Organisation, erstklassige Stimmung und vor allem eine riesige Portion Leidenschaft von allen Beteiligten auf und hinter der Bühne, und natürlich auch im Publikum. Es ist einfach inspirierend zu sehen was passiert, wenn so viel Energie, Know-how und Engagement an ein paar Tagen in Berlin zusammenkommt.

Jetzt heißt es einmal tief durchatmen und dann geht’s in drei Wochen weiter mit der DocuWorld US in Jacksonville.

René Fischer läuft über eine Holzbühne vor dem großen „DocuWorld“-Schriftzug.

Weitwinkelaufnahme einer großen Bühne mit der Leinwand „DocuWorld 2025“ und leeren Sitzreihen im Auditorium.

Ein langer, symmetrischer Korridor, beleuchtet in leuchtendem Blau mit vertikalen und horizontalen Neonstreifen.

Nahaufnahme einer Torte, verziert mit der Aufschrift „20K customers worldwide and growing“ und einer brennenden Wunderkerze.

Ein Elvis-Imitator in weißem Outfit singt auf einer Bühne zwischen zwei Tänzerinnen mit Feder-Kopfschmuck.

Langsam den Berg wieder rauf

Screenshot einer Fitness-App auf einem Smartphone mit der Überschrift „Dein Wohlbefinden geht vor“, einer Gesundheitsgrafik, die abfällt, und der Aktivität „4,79 km Outdoor-Spazieren gehen“.

Die letzten 2 Wochen war mein Kopf so voll und das Stresslevel so hoch, dass ich einfach nicht mehr in meine morgendliche Routine gefunden und im Grunde gar keinen Sport mehr gemacht habe. Das Ergebnis spüre ich an Körper und Geist. Auch wenn ich kommende Woche beruflich in Berlin bin, habe ich mir vorgenommen den Streak mit einer morgendlichen Sporteinheit wieder aufzubauen.

Den Anfang hat heute eine kleine Runde um den Wildpark Poing gemacht. Und jetzt im Anschluss gehe ich einfach noch kurz in die Sauna und am Abend auch mal früher ins Bett.

Eine Gruppe von Rehen oder Damwild auf einer großen, teils kahlen Wiese vor einem Wald. Die Tiere blicken in die Kamera.

Ein roter doppelstöckiger Regionalzug (DB Regio) fährt bei klarem blauem Himmel auf einer geraden Strecke neben einem Schotterweg.

Ein sonniger Waldweg, gesäumt von hohen Bäumen, mit Schatten und Laub auf dem Boden.

Saatkrähenkonzert im Erdinger Stadtpark

Blick von unten in den Himmel durch die Äste kahler Bäume. Die dunkelbraunen oder schwarzen Äste bilden Silhouetten gegen einen hellblauen Himmel mit vereinzelten, dünnen weißen Wolken. Einige Bäume haben dichte Vogelnester in den Kronen.

Ich frage mich ja ernsthaft wie die Anwohner das aushalten. Die Krähen sind wirklich das ganze Jahr hier. Das Geschrei ist also nicht nur irgendeine verträumte Herbstromantik.

Guten Morgen, Munich Party-People!

Uff! Das war ein langer Abend mit einigen Cocktails, ein bisschen Hard-Rock, viel zu viel Schlager und ein paar echt schrägen Vögeln.

Nachtaufnahme des Eingangs zum "WERKSVIERTEL MITTE". Ein großes, gelb leuchtendes Schild überspannt eine Treppe, die zu einem geschlossenen/dunklen Bereich führt. Der Boden ist nass und reflektiert das Licht.

Ein Mann in einem hautengen, hellgrünen Ganzkörperanzug, mit weißer Flauschperücke und futuristischer Sonnenbrille, kniet posierend vor dem Eingang eines Restaurants/einer Bar mit roter und oranger Beleuchtung. Er trägt weiße Sandalen mit der Aufschrift "Petsi Pun".

Schwarz-weißes Bild, das zwei Sticker auf weißen quadratischen Fliesen zeigt: Oben ein großer schwarzer Aufkleber mit weißer Schrift "ANTI FÜ" und darunter ein kleinerer, rechteckiger schwarzer Aufkleber mit weißer Schrift "EINGETRAGENER VEREIN". Die Fliesen sind teilweise mit Comic-Streifen beklebt.

Aderlass

Mein Arm liegt auf der Stütze beim Blutspenden

Es war mal wieder an der Zeit.

Capernaum - Stadt der Hoffnung (5/5)

Filmposter für "CAPERNAUM STADT DER HOFFNUNG". Ein Junge steht auf einer erhöhten Brücke und blickt nach unten auf ein kleineres Kind, das in einem Metalltopf sitzt. Sie stehen auf einer leeren Straße, mit einem Auto in der Ferne und hohen Wohnblocks auf der rechten Seite, unter einem hellen, bewölkten Himmel.

Selten hat mich ein Film so tief bewegt wie Capernaum - Stadt der Hoffnung (5/5) von Nadine Labaki. Mit unglaublicher Intensität erzählt er die Geschichte des kleinen Zain, der in den Slums von Beirut ums Überleben kämpft, und dabei Klage gegen seine eigenen Eltern erhebt, weil sie ihn in diese Welt gesetzt haben.

Der Film ist alles andere als leichte Kost, aber gerade das macht ihn so eindrucksvoll. Die Bilder treffen mitten ins Herz, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Und was Zain Al Rafeea da schauspielerisch leistet, ist schlichtweg unglaublich authentisch und zutiefst berührend.

Capernaum wirft viele unbequeme Fragen auf, über Verantwortung, Kindheit, Armut, Menschlichkeit. Bei diesem Film habe ich es echt nicht geschafft, nebenbei ins Smartphone zu schauen. Und das will wirklich etwas heißen.

Das Mädchen mit der Nadel (5/5)

Filmposter in Schwarz-Weiß mit violetter Akzentfarbe für den Film "DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL". Eine Frau in Krankenschwester-ähnlicher Kleidung blickt intensiv in die Kamera, während eine große Nadel diagonal über ihren Kopf ragt.

Das Mädchen mit der Nadel (5/5) ist einer dieser Filme, die einen irgendwie still zurücklassen. Ohne große Gesten, aber mit eindrucksvoller Klarheit erzählt er vom Überleben in einer kalten, ungerechten Welt und davon, wie schmal die Grenze zwischen Opfer und Täter manchmal ist.

Der dänische Regisseur Magnus von Horn hat ein bedrückend schönes Werk geschaffen, das sich Zeit nimmt, statt zu hetzen und genau deshalb so tief geht. Besonders beeindruckt hat mich die Hauptdarstellerin Vic Carmen Sonne. Ich hätte ihr in ihrem Leben noch ein paar weitere Stunden zusehen können.

Kein Film für nebenbei, aber definitiv einer, der lange nachhallt.

Die Taschendiebin (5/5)

Filmposter mit dem Titel „Die TASCHENDIEBIN“. Im Vordergrund ist das Profil einer Frau in traditioneller Kleidung zu sehen, die nach unten blickt. Im Hintergrund befinden sich mehrere Figuren in Kimonos in einer üppigen, mysteriösen Gartenlandschaft mit einem Schloss.

Die Taschendiebin (5/5) von Park Chan-wook ist ein wahrhaftiges Meisterwerk. Raffiniert, sinnlich, bildgewaltig und voller doppelter Böden. Am Ende war ich völlig perplex und auch überrascht von der kunstvollen Inszenierung, den verschachtelten Perspektiven und dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die sich nach und nach entfaltet.

Der Film spielt mit Macht, Begierde und Täuschung und bleibt dabei bis in die kleinsten Details ästhetisch brillant. Großartig gespielt, mutig erzählt, und mit einem Finale, das sich so ganz anders anfühlt als alles, was davor war.