
Nachdem die Seite mittlerweile indexiert ist, steht fest, das Google das Ende des Universums als bedeutungslos erachtet. Wenn selbst der Algorithmus darin keine Relevanz erkennt, kann es so dramatisch wohl nicht sein.

Nachdem die Seite mittlerweile indexiert ist, steht fest, das Google das Ende des Universums als bedeutungslos erachtet. Wenn selbst der Algorithmus darin keine Relevanz erkennt, kann es so dramatisch wohl nicht sein.
Früher haben Philosophen noch die Welt geordnet, auch um zu verhindern, dass andere die Hütte anzünden.
Mittlerweile sind unsere vermeintlichen Denker nicht nur denkfaul geworden, sondern jagen auch dem nächsten Dopamin-Kick hinterher. Statt Orientierung zu geben, werfen sie polemische Bomben und ergötzen sich am Feuer, an dem sich das schnöde Volk die Köpfe einschlägt.
Der Philosoph Peter Sloterdijk hat sich zur Handyverbotsdebatte geäußert. Er vergleicht den Einfluss von Smartphones auf Kinder mit Drogen. Eltern seien Dealer.
In den Heise-Kommentaren brennt es jedenfalls wohlig warm.
Eigentlich wollte ich heute das hervorragende Wetter nutzen und wandern gehen, aber nach dem Tollwood gestern Abend ist es dann doch ziemlich spät geworden. Und so richtig konnte ich mich gestern Abend Nacht auch nicht mehr zwischen der Aiplspitz und dem Großen Traithen entscheiden.
Der Traithen wäre wohl die bessere Wahl, aber auch die längere Tour gewesen. An der Aiplspitz hätte ich gern noch Benzingspitz und Jägerkamp mitgenommen. Aber das Gebiet liegt aktuell im Wildschutzgebiet für Raufußhühner, für das noch bis zum 14. Juli ein Betretungsverbot besteht. Die Runde über Großen und Kleinen Traithen vom Sudelfeld aus war mir dann mit mindestens 6 Stunden Länge doch etwas zu viel, vor allem, weil ich mit der kurzen Nacht definitiv nicht schon um 8 Uhr dort losmarschieren wollte.
Also habe ich stattdessen lieber ausgeschlafen, ein bisschen im Garten gerödelt gechillt. Aber das schöne Wetter wollte ich dann doch nicht ganz ungenutzt lassen, also ging es abends um 19 Uhr noch aufs Fahrrad, mal wieder Richtung Wörther Weiher. Dort angekommen, lag Grill- und Grasgeruch in der Luft. Abgesehen davon war es angenehm leer, und die Sonne hatte längst das meiste von dem, was sie zu geben hatte, in den Weiher geballert. Das Wasser war mit 26 Grad sehr angenehm und die Hitze des Tages verflogen. Nach ein paar entspannten Runden ging es dann die 11 Kilometer (weniger entspannt) wieder zurück.
Und der Traithen? Der muss sich wohl noch ein bisschen gedulden. Nächste Woche soll das Wetter ja eher durchwachsen werden, aber der Sonntag sieht vielversprechend aus. Vielleicht klappt es ja dann.
Right now in Munich, you have the rare chance to see two moons, and even take your own personal moon shot. I’m now very much prepared for the next OKR quarter 🚀



Der Münchner Olympiaturm heute in mal in ganz bunt.
Eine weitere Freitagnacht und ich bin mal wieder in den Kaninchenbau gestolpert und weiß jetzt endlich, was das wirklich Allerletzte ist, das jemals in unserem Universum passieren wird. Wobei, wissen ist da natürlich eher schwierig. Immerhin reden wir über 10¹⁰⁰⁰ Jahre. Also eine 1 mit 1000 Nullen. Das ist wirklich so absurd lang, dass es dafür keinerlei vorstellbare Dimension mehr gibt.
Also nur mal zum Vergleich: Das Universum ist etwa 13,8 Milliarden, oder 1,38 × 10¹⁰ Jahre alt. Das klingt nach einer langen Zeit. Aber im Vergleich zu 10 hoch 1000 Jahren ist das gerade zu lächerlich unbedeutend wenig.
Ich wollte wissen, wie weit wir prozentual vom wirklich letzten Moment des Universums entfernt sind, aber das Herumgetippe auf meinem Taschenrechner hat mich nicht weitergebracht. Ich habe dann mal ChatGPT gefragt, wie viel Prozent das aktuelle Alter des Universums im Verhältnis zu dieser theoretischen “Endzeit” ist. Die Antwort: 0,000…00138%, mit 987 Nullen vor der Eins.
Und weil ich schon dabei war, habe ich ChatGPT gebeten mir die 10¹⁰⁰⁰ mal auszugeben. Auf diese Bitte habe ich viele Antworten bekommen. Darunter eine TXT-Datei, die eine 1 gefolgt von exakt 1000 Nullen enthielt und ein Python-Skript, mit dem ich mir 10¹⁰⁰⁰ selbst ausgeben lassen kann.

Nach einigem Zögern hat ChatGPT die Zahl schließlich doch selbst ausgegeben, sich dabei aber jedes Mal verzählt. Meistens lag ChatGPT “nur” 16-17 Nullen daneben, war aber dennoch sehr selbstbewusst dabei (siehe Chat).
Den Vogel abgeschossen hat die künstliche Intelligenz dann in einem weiteren Chat, in dem sie felsenfest behauptet hat, die 1 mit 12.161 Nullen sei 10¹⁰⁰⁰. Vollkommen egal wie oft ich darauf hingewiesen habe, das die Zahl falsch ist, jeder weitere Versuch des Assistenten diesen Fehler zu korrigieren, hat im selben Ergebnis gemündet.

Übrigens hat Felix die Tage ChatGPT gebeten, eine Übersicht der in einem Wikipedia-Artikel gelisteten Erscheinungstage des Spiegels zu erstellen. Auch hier hat sich ChatGPT verzählt.
Spannenderweise findet man bei Google keinen einzigen Treffer, wenn man nach 10¹⁰⁰⁰ als ausgeschriebene Zahl sucht. Ich finde, dass der wirklich allerletzte Moment des Universums mindestens einen Google-Treffer verdient hat. Also hier ist er:
10000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000
Philosophisch betrachtet habe ich damit den letzten Moment des Universums in den Google-Serps geboren. Auch wenn ich vermute, dass es eher technische Gründe gibt, dass solche Terms nicht gesucht werden können. Ich gehe davon aus, dass sie entweder als Spam oder schlicht bedeutungslos eingestuft werden. Wie bedeutungslos kann das wahrhaftige Ende des Universums schon sein? In ein paar Wochen sind wir schlauer.

In with the Devil (4/5) ist eine düstere True-Crime-Miniserie über einen Häftling, der das Vertrauen eines mutmaßlichen Serienkillers gewinnen soll. Spannend wenn auch stellenweise etwas vorhersehbar. Hat mich gut unterhalten und war in meinem Gratismonat ein klarer Mitnahmekandidat.

Standardhalt seit vielen vielen Jahren, Zur Wegscheide. Hier kann man nichts falsch machen. Bratwurst Nummer 4 für mich. Und Nummer 5 hab ich für den 13-Jährigen einpacken lassen.
Dieses Jahr war also tatsächlich das 30 29-jährige Klassentreffen. Da ich mir den Brückentag freigenommen habe, konnte ich ein paar mehr Tage in meiner Heimatstadt Gotha verbringen, über die Jan Böhmermann kürzlich gesagt hat, dass sie obszön schön sei.
Hier also ein paar Fotos von der menschenleeren Stadt am Sonntagmorgen, vom Schloss Friedenstein, dem herzoglichen Museum, dem Schlosspark, der Wasserkunst, dem historischen Rathaus und ein paar Perspektiven vom Marktplatz und den umgebenen Gasen. Wahrlich obszön schön.

















Ich bin ein paar Tage in der alten Heimat und es stand ehrlich gesagt schon länger auf dem Plan, mal wieder etwas über den Rennsteig und durch den Thüringer Wald zu schlendern. Ich kann mich nicht mehr an den letzten Ausflug erinnern, aber ich habe in der Ecke auf jeden Fall etliche Wandertage und Familienausflüge verbracht.
Heute war es also so weit. In aller Frühe bin ich zum Inselsberg aufgebrochen und war erst einmal geschockt: Der gesamte Parkplatz war brechend voll mit Autos. Die Polizei hat den Verkehr geregelt, sonst wäre vermutlich nichts mehr gegangen. Wie sich herausgestellt hat, war heute Rennsteig-Staffellauf. Zum Glück konnte ich noch einen Parkplatz ergattern und dann auch in meine geplante Tour starten.
Zu Beginn ging es auf den Inselsberg rauf. Während meines Aufstiegs sind mir permanent Läufer und Radfahrer entgegengekommen, weshalb ich bei der erstbesten Gelegenheit auf einen seitlichen Waldweg ausgewichen bin.





Oben angekommen, bin ich rechterhand wieder abgestiegen und damit auch dem Staffellauf aus dem Weg gegangen. Von dort ging es dann in Richtung Tabarz. Ziel war der berühmte Felsen aus dem allerersten Farbfilm der DEFA, Das kalte Herz aus dem Jahr 1950.


Beim Felsen sollte laut Karte eigentlich eine Brücke über den kleinen Bach sein. Es gab nur diese Bäume und Felsen über die ich dann balanciert bin, um auf der anderen Seite meinen Weg fortzusetzen.


Trockenen Fußes auf der anderen Seite angekommen, gab es nur dummerweise kein Weg. Ich bin mal wieder meiner Schwäche zum Opfer gefallen, das Touren einen perfekten Rundkurs ergeben müssen und das man auf keinen Fall einen Weg wieder zurückgehen darf. Bei der Planung am Computer ist das auch meist alles kein Problem. Die Realität schaut halt dann manchmal anders aus. Ich habe mich jedenfalls mühsam den steilen Hang raufgequält, in der Hoffnung das es dort oben, auf der Roten Platte, schon einen Weg geben wird. Da war aber nur knöcheltiefes Totholz, durch das ich mich mühsam gekämpft habe.



Auf diesem Plateau habe ich jedenfalls vor Augen geführt bekommen, wie es um den Thüringer Wald bestellt ist: Kurz, nicht so gut. Der Borkenkäfer hat 87% der Fichten zerstört. Die Wiederaufforstung mit anderen Baumarten ist in vollem Gange, aber die kahlen Stellen stimmen schon nachdenklich. Dafür gedeiht der rote Fingerhut in dieser kargen Mondlandschaft scheinbar besonders gut.

Irgendwann hatte ich dann wieder einen echten Weg unter den Wanderschuhen und konnte meinen Weg zum Hufeisenstein und dem Backofenloch fortsetzen.


Von dort ging es über die Dreiherrenwand, an der ich einen kurzen Plausch mit ein paar Kletteren hatte, weiter in Richtung des Aschenbergstein. Eigentlich sollte irgendwo auf dem Weg ein T2-Pfad links hoch führen, ich habe ihn aber beim besten Willen nicht gefunden. Mein Bedarf nach Querfeldeinabenteuern war für heute auch schon gedeckt, weshalb ich einfach weiter dem Weg gefolgt bin.


Vom Aschenbergstein hatte man einen wunderschönen Blick auf den Inselsberg. Hier bin ich auch auf die Ziege „Liesschen“ getroffen, die sich hier scheinbar pudelwohl fühlt.



Weiter ging es zur Bärenbruchwand und dem zum roten Turm. Schöne Felsformation mit Ausblick auf den Thüringer Wald.


Den eigentlich geplanten Abstieg über den Findling und die Angstwand habe ich nicht gefunden. Ich bin über die Felsen und das Totholz geklettert aber als auch nach 50 Metern kein Weg zu sehen war, bin ich die sichere Route gegangen und habe meine Wanderung spontan um 2 Kilometer verlängert. Aber so habe ich wenigstens von der Limonadenquelle probieren können und auch die Lore im Wald entdeckt.



Dann ging es erst bergab und anschließend wieder bergauf in Richtung Ausgangspunkt. Endlich am mittlerweile menschenleeren Parkplatz angekommen, habe ich mir meine Thüringer Rostbratwurst zwei und drei gegönnt.


Mit 12,7 Kilometern und 676 Höhenmetern eine schöne und gut machbare Runde. Dadurch dass es eigentlich immer durch den Wald ging, waren die sommerlichen Temperaturen auch kein Problem. Mal was anderes als die Alpen.

Erste Thüringer. Seit Jahren eine Bastion, der Rennsteiggrill in Laucha.
Kurzer Abstecher nach Eschwege (Hallo Papa), das übrigens nichts mit Enschede zu tun hat. Sehr sehenswertes kleines Städtchen mit jeder Menge Fachwerkhäusern. Die Bilder stammen vom Spaziergang an der Werra und am Werratalsee. In der Innenstadt war ich so sehr ins Gespräch vertieft, das ich glatt vergessen habe die pittoresken Häusschen zu fotografieren. Aber ich war ja nicht zum letzten Mal hier.



