Heretic

Ein Horrorfilm-Poster zeigt eine zerstörte Szenerie mit düsterer Beleuchtung. Ein übergroßes Gesicht überragt zwei kleine Holzfiguren, die eng nebeneinander stehen, während eine Hand drohend auf sie zeigt. Der Text

Nach langer Zeit mal wieder einen Film gesehen. Warum ich ausgerechnet bei Heretic (3/5) hängengeblieben bin, weiß ich auch nicht. Bis zur Mitte blieb es spannend, weil die Wirrungen und doppelten Böden viele Fragen offen ließen. Danach wurde es blutiger und irgendwie auch belangloser.

Lichtkunst

Der beleuchtete Fernsehturm steht bei Nacht am Ufer eines Gewässers. Seine farbigen Lichter reflektieren sich im ruhigen Wasser, während ein festivales Zelt im Hintergrund sichtbar ist.

Zum #Fotovorschlag Lichtkunst hier mein Beitrag in Form des wunderschön beleuchteten Olympiaturms beim Tollwood Sommerfestival 2025.

The Long Walk

Das Poster zeigt eine düstere Landschaft mit mehreren Menschen, die auf einem langen, staubigen Weg gehen. Im Vordergrund stehen zwei Figuren mit Waffen, während im Hintergrund eine Gruppe von weiteren Personen zu sehen ist.

Wenn man gelangweilt im Hotel sitzt, kann man Todesmarsch (3/5), wie The Long Walk auf Deutsch treffend übersetzt wurde, durchaus anschauen. Wenn die Romanvorlage von Stephen King nicht von 1979 gewesen wäre, hätte ich gesagt der gute Stephen hat wohl zu viel Squid Game geschaut.

Ende vom Bahnsteig

Zwei Züge stehen an einem Bahngleis, einer auf der linken Seite in weiß-roter Farbe und der andere auf der rechten Seite in Blau. Der Himmel ist klar mit einigen Wolken und elektrische Masten sind im Hintergrund sichtbar.

Ende vom Bahnsteig und doch der Beginn einer Reise. Auf gehts nach Berlin.

Cherry Blossom Fallout

Eine silberne Tesla-Autocarosserie ist mit zahlreichen rosa Blütenblättern bedeckt. Der Hintergrund zeigt eine grüne Hecke und einen bewölkten Himmel.

My car got a new cherry blossom petal look, and I learned that they’re called petals, not leaves (translating to „Blütenblätter“ in German).

Tausche Bär gegen Tochter

Gestern Abend war plötzlich Drama. Die 18-Jährige verbringt seit fast einem Jahr ihre Wochenenden und Ferien bei ihrem Freund in Augsburg. Dieser war dann gestern plötzlich1 nicht mehr ihr Freund und ich war um 23 Uhr auf der Autobahn unterwegs, um die Tochter zurück ins heimische Nest zu bringen.

Mit mir auf dem Weg nach Augsburg war der 14-Jährige, der sich das Drama wohl nicht entgehen lassen wollte, und der übergroße Plüschteddybär, den der vormalige Herr Schwiegersohn der Tochter zum 18. Geburtstag geschenkt hat.

Der Kofferraum eines Tesla Model Y ist geöffnet und einen sehr großen Plüschbärchen, der dicht zusammengedrängt ist. Der Innenraum ist schwach beleuchtet, was den Bären hervorhebt.

Eben jener Bär lag seit Monaten als Staubmagnet im Kinderzimmer des Töchterchens und hat uns eigentlich alle nur genervt. Er war so groß, das er keinen Platz im Zimmer hatte und man ständig über ihn gefallen ist. Ich wollte ihn schon mehrmals auf den Sperrmüll fahren bei Kleinanzeigen inserieren, und habe (shame on me) versucht die eine oder andere Beziehungskrise für diesen Plan zu nutzen, war aber bis gestern Abend immer komplett erfolglos.

Gestern Abend war die 18-Jährige dann plötzlich einverstanden, das wir den Bären, der sie angeblich ja schon immer genervt hat, mit nach Augsburg nehmen, und ihrem Ex-Freund vor die Tür werfen. Also haben der Sohnemann und ich, den Bären ins Auto bugsiert, und ja, für dieses Monstrum hat man 2 Personen gebraucht.

Alle happy2, 2 Probleme weniger. Life goes on!

  1. So ganz überraschend kam das für mich ehrlich gesagt nicht. Ich habe mich schon seit Monaten gefragt, wie lange das noch gut geht. Aber in der Elternrolle, muss man sich ab einem gewissen Alter der Kids vor allem in Aushalten und Akzeptieren üben.

  2. Oder zumindest hoffentlich bald alle wieder happy.

Die Hochburg

Die Ruinen einer alten Burg sind umgeben von üppigem Grün und Bäumen, mit teilweise freistehenden Mauern und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund. Einige Teile der Burg sind zerfallen, während andere noch intakt sind und die Geschichte der ehemaligen Festung widerspiegeln.

Zum heutigen #Fotovorschlag habe ich ein Foto der Hochburg (Emmendingen) beizutragen. Im Urlaub 2021 konnte ich dort zu sehr früher Stunde sehr viele wunderschöne Fotos, ganz ohne Menschen auf den Bildern schießen. Toller Ort.

Hart vs. Weich

Meine Frau und ich sind sehr verschieden. Also wirklich sehr verschieden. Man könnte sogar sagen, wir sind Gegenpole. Das war nicht immer einfach, aber in 17 Jahren Ehe gewöhnt man sich am Ende an ziemlich viele schräge Sachen. Und man lernt auch eine Menge von Menschen, die grundverschieden zu einem selbst sind. Also zumindest bilde ich mir ein und behaupte es auch, das ich in den 17 Jahren eine ziemlich starke Veränderung durchgemacht habe, und nicht mehr der Kerl bin, der ich damals war.

Ich bin mir sicher, dass meine Frau das sogar bestätigen würde, wir aber in der Ausprägung dann vermutlich wieder einmal diametral auseinanderliegen. Denn ich behaupte natürlich, dass ich mich nur zum Besten verändert habe.

Umgedreht würde ich meiner Frau attestieren, dass sie ebenfalls in den wesentlichen, von mir als störend wahrgenommenen Wesenszügen, eine positive Entwicklung gemacht hat.

Vielleicht ist das aber auch alles einfach nur der Zahn der Zeit und man entwickelt sich gar nicht im positiven Sinne wirklich weiter. Man wird einfach ruhiger, vielleicht etwas besonnener, mitunter vielleicht ein bisschen egaler und dann sind Marotten und Macken die einen sonst auf die Palme gebracht haben, plötzlich gar nicht mehr so schlimm.

Naja, wie auch immer: Kennt ihr den Song Sie liebt Techno?

Wenn nicht auch nicht schlimm, um den gehts nämlich gar nicht, auch wenn mein eigentliches Thema noch viel dramatischer ist, wie ein inkompatibler Musikgeschmack.

Es geht um Nudeln: Meine Frau mag keine harten Nudeln. Und in ihren Maßstäben ist alles, was nicht ohne Kauen auf der Zunge zerläuft hart. Das wiederum, ist für mich eine ziemlich harte Probe, weil ich vermutlich mit allem klarkomme, aber nicht mit Nudelmatsch.

Das ist ein ganz wunderbares Konfliktfeld, das uns mehrfach pro Woche am Esstisch ereilt. Bei weitem kein Streitthema und war es auch nie, aber jeder ist genervt und murmelt irgendwas Unzufriedenes über den Zustand der Nudeln, bevor man dann eben doch weiter isst.

Bevor jetzt einer mit schlauen Ratschlägen wie, dann teilt doch die Portion … einfach die andere Hälfte kürzer oder länger kochen lassen: Wir sind wohl beide recht froh, dass die Zeiten von bei den Mahlzeiten zu berücksichtigenden Sonderwünschen für andere Mitbewohner (vulgo Kids) mittlerweile so gut wie vorbei sind. Oder anders gesagt: Da hat schlicht niemand Bock drauf. Nicht weil einem der Andere egal ist, sondern weil der tägliche Wahnsinn sowieso schon anstrengend genug ist.

Und ganz vielleicht ist da vermutlich auch auf beiden Seiten noch ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer, dass der Partner das bitteschön dann doch noch lernen wird, das Nudeln nur so und wirklich nur so (hier wahlweise zu weich oder zu hart einfügen) gehören.

Am Ende zählt aber ohnehin, das gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Und wer motzt, kocht das nächste Mal eben einfach selbst.

Erster Ausritt

Das Wetter war schön, wenn auch nicht ganz so warm wie gestern, aber gestern hatte ich andere Dinge zu tun. Die App soll fertig werden und so saß ich, abgesehen von einem Ostersonntagsspaziergang bei herrlichstem Wetter, eben vor dem Rechner.

Genauso ist der heutige Tag auch weitergegangen, weil wenn man so eine App schreibt, gibt es quasi einen endlosen Strom an Dingen, mit denen man sich beschäftigen kann. Aber heute war ich schlauer oder konsequenter, oder beides, und hab mich am späten Nachmittag, gerade noch rechtzeitig bevor die Sonne wieder untergeht, auf den Drahtesel gesetzt.

Viel Zeit für einen Frühlingscheck war da logischerweise nicht. Luft auf die Reifen und los gings. Das lief auch soweit alles problemlos, jedenfalls deutlich langweiliger als bei Holger kürzlich. Lediglich um die vordere Bremse muss ich mich mal kümmern, denn die ist quasi nicht existent.

Los gings, für mich vollkommen unüblich, ohne geplante Route und ohne diesen ständig piependen Fahrradcomputer. Wohin war mir, bis ich in die Pedale getreten bin gar nicht klar, aber dann hat sich doch eine schöne Runde von immerhin fast 23 Kilometern ergeben.

Ein Smartphone-Bildschirm zeigt die Trainingsdetails für eine Radtour im Freien. Die Informationen umfassen die Trainingszeit von 1 Stunde und 11 Minuten, eine Strecke von 22,90 km, sowie die verbrannten Kalorien und die Herzfrequenz.

Wahrscheinlich war ich aus der Übung (die letzten 3 Monate habe ich aus diversen Gründen so gut wie kein Sport gemacht) oder überambitioniert, oder einfach beides. Jedenfalls war ich Puls-technisch wohl zu flott unterwegs, hab mich aber nie wirklich außer Atem gefühlt.

Die Runde ging von Pliening aus über den Wildpark Poing nach Markt Schwaben und von dort über den Speichersee zurück. Vor allem der Abstecher über den Speichersee war ziemlich nervig, weil ich durch Wolken von Zuckmücken fahren musste. Ohne Sonnenbrille war das nur so mittelmäßig angenehm. Zum Glück hatte ich meinen Buff anlegt, eher aus Angst mir könnte unterwegs kalt werden. In diesem Fall hat er mich vor einer übermäßigen Aufnahme von Protein bewahrt.

Im Vordergrund ist der Lenker eines Fahrrads zu sehen, während im Hintergrund eine schmale Wasserführung durch eine Wiese verläuft. In der Ferne sind einige Gebäude zwischen Bäumen sichtbar, und der Himmel ist blau mit wenigen Wolken.

Ein Feldweg teilt sich an einer grünen Wiese, umgeben von Bäumen und Sträuchern. Der Himmel ist klar und blau, während im Hintergrund ein Gebäude sichtbar ist.

Ein schwarzes Mountainbike liegt auf einem unebenen, frisch bearbeiteten Feldweg. Im Hintergrund sind bearbeitete Felder und Wiese sichtbar.

Ein betonierter Durchgang mit grauen Wänden, die mit verschiedenen Graffiti bemalt sind. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man einen schmalen, matschigen Weg, der in ein bewaldetes Gebiet führt.

Ein ruhiger See unter einem klaren, blauen Himmel, mit sanften Wellen und einem kleinen Steg, der ins Wasser führt. Am Horizont sind Bäume und Strukturen zu erkennen.

Das Mückenmassaker war dann aber nicht ganz umsonst. So konnte ich am Speichersee noch irgendwelchen Möwen (ich bin leider kein Ornithologe) bei ihrem Brutzinnober zuschauen.

CODA

Das Poster zeigt vier Personen, die auf der Rückbank eines Pick-up-Trucks sitzen. Sie sehen lässig aus und lächeln, während sie den Blick in die Ferne richten. Im Hintergrund ist ein Leuchtturm und das Meer zu sehen. Der obere Bereich enthält den Titel des Films sowie Informationen über Auszeichnungen und das Streaming-Datum.

CODA ist ein Akronym und steht für Child of Deaf Adults und der Titel eines Films der 2022, vollkommen zu Recht 3 Oscars bekommen hat.

Der Film begleitet Ruby, die als einzig Hörende in einer gehörlosen Familie aufwächst und zwischen familiärer Verantwortung und ihrem eigenen Weg steht. Schon spannend welche Konflikte sich da auftun, an die zumindest ich nicht sofort gedacht habe.

Mehrweg als Dark Pattern

Okay, ich war schon echt lange nicht mehr im IKEA und vielleicht ist das ja gar kein großes Ding. Immerhin kooperieren IKEA und Recup schon seit Ende 2022. Und grundsätzlich finde ich das auch gut. Mehrweg gehört gefördert, keine Frage. Ich würde mir sogar wünschen, dass deutlich mehr Unternehmen diesen Weg gehen. Was ich allerdings überhaupt nicht leiden kann, sind Dark Pattern und genau so eines fährt IKEA rund um die wiederverwendbaren Becher.

Eine andere Beschreibung für das Verhalten der Selbstbedienungsautomaten im Schwedenshop fällt mir jedenfalls nicht ein. Diese packen nämlich still und heimlich bei jeder Getränkebestellung einen mit 1 Euro Pfand belegten Mehrwegbecher in den Warenkorb.

Und das nicht etwa so, wie man es von bekannten Fast-Food-Ketten kennt, mit einer aktiven Entscheidung im Bestellprozess, nein IKEA packt den Mehrwegbecher still und heimlich in den Warenkorb. Und wenn man ihn nicht will, muss man ihn selbst wieder entfernen, bevor man bezahlt.

Das ist kein Nudging, sondern schlicht Täuschung. Das eigentliche Problem ist aber, das IKEA das als Nachhaltigkeitsmaßnahme verkauft, aber vermutlich Profitmaximierung der echte Treiber sind.

Denn vielen Kunden fällt gar nicht auf, dass sie aus einem Pfandbecher trinken. Der Becher wird gar nicht zurückgegeben, sondern landet im Müll oder auf dem Tablettwagen und das Pfand bleibt bei IKEA hängen.

Bei einem Unternehmen das bekannt dafür ist, Bruchteile von Cents bei den eigenen Produkten zu sparen, nehme ich jedenfalls keine andere Erklärung ab, sorry IKEA.

Ah wusstet ihr übrigens, das Kallax seit neuestem ohne die Filzgleiter ausgeliefert wird? Ich auch nicht. Zum Glück habe ich eine Rolle selbstklebenden Filz Zuhause. Wieder 3 Cent gespart, Bravo IKEA.